„Das wird saarlandtagwürdig“

„Das wird saarlandtagwürdig“

2000 Aktive, mehr als 100 Gruppen, zirka vier Stunden farbenfrohe, klingende und wohlschmeckende Unterhaltung: Der Festumzug 200 Jahre Landkreis am Sonntag, 17. Juli, verspricht ein absoluter Höhepunkt des Jubiläumsjahres zu werden.

200 Veranstaltungen sollten es 2016 werden. Denn der Landkreis Saarlouis , der älteste Deutschlands in unveränderten Grenzen, wie Landrat Patrik Lauer rühmt, wird 200 Jahre alt. 106 Termine hat es bis zu Jahresmitte schon gegeben, kleine, mittlere, große. Aber jetzt wird es "gigantisch", wie Lauer gestern bei der Vorstellung des Programms für das Wochenende Samstag/Sonntag, 16./17. Juli, versprach.

Ein Bürgerfest ums Landratsamt herum und in seinen Räumen lockt am Samstag nach Saarlouis . Im Schatzgarten, dem schönen Areal hinter dem Neubau und dem Kreisständehaus, steht eine Bühne, auf der von 13 Uhr bis zum Abschluss mit dem Orchester Murphy Barnes durchgehend Programm ist. Das Landratsamt lässt hinter seine Kulissen gucken, und auf den so genannten Aktionsmeilen im Quartier präsentieren sich unter anderem alle 13 Städte und Gemeinden, die weiterführenden Schulen und die Hilfsdienste (weitere Programmdetails bringt die SZ in der kommenden Woche).

Tags drauf am Sonntag wird es "saarlandtagwürdig", sagt Lauer. Und Hans Werner Strauß, federführend bei der Organisation des großen Festumzugs 200 Jahre Landkreis Saarlouis widerspricht alles andere als vehement. Einen schönen, hoffentlich großen Umzug hatte Lauer erhofft. Jetzt wählt er den Begriff "gigantisch", was für die Jahre, seit es keinen Saarlandtag mehr gibt, allemal erlaubt ist, denn einen Umzug dieses Umfangs hat es im weiten Umkreis lange nicht mehr gegeben. Um 14 Uhr geht es los. Der Weg führt von Globus über die Holtzendorfferstraße, zum Großen und Kleinen Markt über die Lothringer Straße, Theater am Ring und Kaiser-Friedrich-Ring bis zum Landratsamt.

In zwei Schwerpunkte lässt sich der Umzug mit über 100 Gruppen und 2000 Aktiven unterteilen: Zuerst 200 Jahre Geschichte des Landkreises von der Gründung nach Abzug der Franzosen und Ankunft der Preußen 1816 bis heute und dann die Selbstdarstellung der 13 Städte und Gemeinden. Das werden an die vier Stunden Sehens-, Hörens- und sogar Schmeckenswertes, sagt Strauß, denn viele Gruppen werden auch kleine regionale Köstlichkeiten verteilen (zu Einzelheiten des Umzugs gilt ebenfalls: Bericht folgt).

Während Strauß die Teilnehmer von den Musikvereinen- und -kapellen bis zu den vielen Vereinen nennt, strahlt er: "Das wird etwas ganz Besonderes." Lauer erinnert an die Diskussion zur Zukunft des Landkreises, wo jüngst Ranglisten im Saarland genannt worden waren: "Da liegen wir auf Platz zwei. Beim Feiern sind wir die Nummer eins."

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