Das sind die Kandidaten für das Landratsamt und den Kreistag in Saarlouis

Wahl 2019 : Sechs Parteien stehen auf dem Wahlzettel

37,8 Zentimeter lang wird der Wahlzettel mit den Parteien für die Kreistagswahl. Die Landrats-Kandidaten dagegen passen auf einen handlichen Zettel. Über die von den Parteien vorgeschlagenen Bewerberinnen und Bewerber entschied der Kreis-Wahlausschuss am Donnerstagmittag im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes.

Dieser Ausschuss setzte sich zusammen aus den stimmberechtigten Beisitzern Alfred Fuß, Martin Silvanus und Peter Szygula, jeweils SPD, sowie Thomas Hartz, Günter Heinrich und Klaus Pecina, jeweils CDU. Die Sitzung führte Kreiswahlleiter Joachim Breunig, unterstützt von Stellvertreter Hartwig Ecker, Schriftführer Jürgen Keipke und drei Helfern. Für die Bewerber waren nur zwei der Vertrauenspersonen anwesend. Dagmar Heib für die CDU und Maik Licher für die SPD. Lediglich ein Bürger war anwesend.

Jeweils rund 20 Minuten dauerten die Beschlüsse über die zugelassenen Kandidaten sowie Parteien. Der Großteil des Zeitaufwandes beruhte auf Formalitäten. Sechs Parteien sind nun für die Kreistagswahl in Saarlouis zugelassen. Entsprechend einer festgelegten Nummerierung sind das auf Platz 1 die CDU (74 Bewerber), Platz 2 SPD (61), Platz 3 Die Linke (22), Platz 4 AfD (10), Platz 5 Bündnis 90/Die Grünen (10) und Platz 6 FDP (12).

Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, Die Partei, wurde nicht zugelassen. Sie hätte mindestens 99 Unterschriften von Unterstützern gebraucht, nur 40 lagen nach Ablauf der Frist vor. Ähnlich scheiterte Die Partei bei der Bewerbung für das Amt des Landrates. Dort waren es nur 43 Stimmen von mindestens 99. Die Mindestanzahl ergibt sich aus dem dreifachen Betrag der 33 Kreistagsmitglieder.

Damit gibt es für das Amt des Saarlouiser Landrates zwei Kandidaten. Deren Reihenfolge ist entsprechend der Stimmenanzahl von CDU und SPD im Kreistag festgelegt. Auf Platz 1 Raphael Schäfer, CDU, auf Platz 2 Patrik Lauer, SPD. Die Entscheidungen erfolgten jeweils einstimmig. Widerspruch ist möglich bis drei Tage nach amtlicher Bekanntmachung.

Die Wahl von Landrat und Kreistag erfolgt am Sonntag, 26. Mai, zusammen mit Kommunalwahl und Europawahl.

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