Das nächste Mal geht's nach Polen

Saarlouis · Eine Premiere ist das deutsch-polnische Wirtschaftsforum in Saarlouis vor etwas mehr als einem Jahr gewesen. Die dabei geknüpften Firmenkontakte gelten als Erfolg, weshalb dieses Forum fortgesetzt werden soll.

Eine Börse für Unternehmenskontakte war im Juni vergangenen Jahres das erste deutsch-polnische Wirtschaftsforum in Saarlouis . Zehn Unternehmen aus Polen sowie 16 aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland nutzten die Gelegenheit im Victors-Hotel, um eine mögliche Zusammenarbeit zu sondieren. Organisiert wurde das Forum von der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WFUS), von Saarland International (Saar.is) sowie dem Partnerschaftsverein Bochnia.

"Ziemlich knapp getaktet", hatte WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl damals über den Zeitrahmen gesagt. Jeweils eine halbe Stunde lang wurde in zwei Sälen über wesentliche Dinge gesprochen. Für die Wahrung von Firmeninterna sorgten Sichtschutz, ausreichender Abstand und vereidigte Dolmetscher. "Eine große Rolle spielt", erklärte Pohl, "ob die Chemie stimmt." Im Vorfeld waren die Profile interessierter Firmen begutachtet worden. Dann wurde überlegt, wer zu wem passen könnte. Parallel liefen später beim Forum Wirtschaftsvorträge sowie Präsentationen polnischer Regionen.

Turnusmäßig soll das deutsch-polnische Wirtschaftsforum alle zwei bis drei Jahre stattfinden, teilte Pohl auf Anfrage mit. Und zwar abwechselnd in Saarlouis sowie in Bochnia. Der nächste Termin wäre 2017 in der polnischen Partnerkommune. Es liefen bereits Vorbereitungen, sagte Pohl. Beispielsweise Gespräche mit dem polnischen Vizekonsul Maciej Szmidt von der Abteilung für Handel und Investitionen. Bei einem Bochnia-Besuch zusammen mit Landrat Patrik Lauer habe man mit Landrat Ludwig Wegrzyn und seiner Verwaltungsspitze die Planung für das nächste Wirtschaftsforum erörtert. "2016 planen wir", sagt Pohl, "in Bochnia ein Wirtschaftstreffen durchzuführen, als Vorbereitung für 2017." Das Konzept müsse zudem an neue Förderbedingungen angepasst werden.

Die Auswertung eines Fragebogens zum Wirtschaftsforum 2014 ergab eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmer. Demnach wollten 14 der deutschen Unternehmen die ersten Kontakte fortführen, zwei Firmen bekundeten kein Interesse mehr. Angaben über die polnischen Teilnehmer liegen nicht vor.