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Das Filetstück ist noch zu haben

Das Filetstück ist noch zu haben

Die Modellierung des Geländes ist schon angelaufen, aber gestern war der offizielle Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des Industriegebietes Lisdorfer Berg in Saarlouis. Das Filetstück des ersten Bauabschnittes ist noch zu haben; allein in den bisher sieben Betrieben, die auf dem Gelände bauen, sollen innerhalb von drei Jahren 1400 Menschen Arbeit finden.

Fast die Hälfte der Fläche im ersten Bauabschnitt des neuen Industriegebiets Lisdorfer Berg in Saarlouis ist verkauft, genau 48 Prozent. Mit dem Filetstück aber hat es niemand eilig. Denn, so unterstrich es gestern Thomas Schuck , Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (gwSaar): "Es ist mit 28 Hektar die größte sofort verfügbare und zusammenhängende Industriefläche in Südwestdeutschland." Da lasse man sich Zeit mit der Vergabe, "Qualität vor Schnelligkeit". Ganz im Einvernehmen mit der Stadt Saarlouis , die mit einem Lenkungsausschuss mitentscheidet über Neuansiedlungen. Schuck und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger würdigten die Entscheidungsfreude von Stadtrat und Landtag als Voraussetzung "für den Erfolg auf dem Lisdorfer Berg". Rehlinger sagte, gemessen an den Interessebekundungen von Firmen sei der erste Bauabschnitt mit 120 Prozent überbucht; aber nicht jedes Interesse führe auch zu einer Investition.

Gestern wurde der offizielle erste Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt getan. Für rund 17,8 Millionen Euro werden zum Beispiel 445 000 Kubikmeter Erde verschoben, um das Gelände zu modellieren. So entstehen 27 Hektar Nettofläche (also Straßen und Grünflächen schon abgezogen) für Ansiedlungen. 2016 sind dann zusammen mit den restlichen 67 Hektar aus dem ersten Bauabschnitt fast 95 Hektar im Angebot.

Im zweiten Bauabschnitt werden einerseits auch kleinere Flächen angeboten; andererseits entscheidet über einen Teil dieser Flächen die Stadt Saarlouis allein.

Die Hälfte der Jobs ist neu

Schuck sagte, die sieben Firmen, die bislang Flächen im ersten Teil des Lisdorfer Berges gekauft hätten, brächten 1400 Arbeitsplätze mit, "davon die Hälfte ganz neue".

Bislang bauen auf dem Lisdorfer Berg: Helvetia Packaging (ein Schweizer Getränkeverpackungshersteller), Mewa Textil-Service (Großwäscherei), LAKAL Rolladen und Tortechnik, S.U.M.M.A (Stahl- und Montagebau), Coatinc Becker (Verzinkerei), Braun Cartec und Kofferprofi (Koffervertrieb im Internet, Sitz bisher Saarwellingen).