Daniel Rudolph von Theia war am SGS Saarlouis

Ökologie : Der Wille zu Veränderung ist das, was zählt

In einem Workshop der Organisation Theia ließ Referent Daniel Rudolph Schülerinnen und Schüler des Stadtgarten-Gymnasiums Saarlouis aus ungewohnten Perspektiven auf ökologische Weltkrisen schauen. Vier Schülerinnen des SGS berichten hier davon.

 ,,Ein inspirierender Vortrag, mit vielen Inhalten, die zum Nachdenken anregen”, bemerkte Julia Jarisch nach dem 90-minütigen englischsprachigen Workshop am Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten (SGS): Im Rahmen der beiden Englisch-Leistungskurse der 11. Jahrgangsstufe, die von Michèle-Kim Robey und Astrid Grannec geleitet werden, sollen junge Menschen mit Hilfe des Workshops ,,Echte Weltenbürger” der Organisation Theia International dazu angeregt werden, sich über ihre Zukunft und die des Planeten zu sorgen.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Anja Carron, Gründerin und Präsidentin der Organisation Theia International, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, jungen Menschen ein Bewusstsein für die Welt um sie herum zu schaffen und sie in ihrem Denken weiterzubringen.

,,Ihr könnt wirklich was tun, und ihr könnt entscheiden, was ihr tut”, appellierte Carron an die Schüler der Englischkurse. Sie motivierte uns somit dazu, die Sichtweise der vorangegangenen Generationen aufzugeben und gab uns die Hoffnung, die Welt ein kleines bisschen verändern zu können.

An dem Workshop  der OrganisationTheia am Stadtgartengymnasium Saarlouis nahmen Schülerinnen und Schüler der Stufe elf teil. Foto: Astrid Grannec

„Endlich versucht ein Erwachsener uns zu zeigen, dass wir nicht alles verstehen müssen, sondern nur den Willen zur Veränderung haben sollten”, sagte Jaqueline Klassen im Anschluss.

Dies war schon das zweite Mal, dass Theia Workshops am Gymnasium am Stadtgarten durchführt. Anja Carron und Astrid Grannec, Fremdsprachenkoordinatorin am SGS, planen für das nächste Jahr weitere Veranstaltungen und wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen. ,,Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die Schülerinnen und Schüler zurzeit sehr und es ist wichtig, dass sie dabei auch ihren eigenen Lebensstil hinterfragen,“ so  Grannec.

Lehrerin  Anja Carron mit (von links) Autorinnen Anna Puhl, Hannah Albert, Angelina Guse, Giovanna Fiorentino und Daniel Rudolph. Foto: Astrid Grannec/SGS/Astrid Grnnec/SGS

Eindrucksvoll für uns war der charismatische Theia-Dozent Daniel Rudolph, ursprünglich aus New York, der schon seit fünf Jahren in Asien lebt und in Indien am Barefoot College als Lehrer und Programmentwickler tätig ist.

Rudolph brachte uns im ersten Teil des Workshops nahe, wie Stressbewältigung und Selbstreflexion sich nicht nur positiv auf den Alltag und Körper auswirken, sondern auch den Umgang mit unseren Mitmenschen und der Umwelt beeinflussen. Anschließend übertrug er die erlernten Methoden auf weltweite Brennpunkte wie zum Beispiel Indien. Hierbei war es sein Ziel, uns für die aktuellen Probleme dieser Welt zu sensibilisieren. Die Bilder aus Indien berührten uns emotional und regten zum Überdenken unserer eigenen Verhaltensweise an. ,,Mir selbst wurde viel bewusster, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen und wie viele Möglichkeiten es dazu gibt”, sagte Laura Hafner anschließend.

Mit seiner offenen und authentischen Art legte uns Daniel Rudolph außerdem nahe, dass auch wir in Europa von der Wasserknappheit in anderen Teilen der Welt betroffen sind. ,,Ich hätte nicht erwartet, dass wir in Europa doch so stark von der Wasserknappheit betroffen sind”, sagte Stella Ott.

Alles in allem inspirierte der Workshop uns dazu, die alltäglichen Gewohnheiten zu hinterfragen und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Nur so ist ein Einklang zwischen unserem Leben und der Zukunft der Erde möglich.

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