"Da ist jede Menge Musik drin"

Dillingen. Landrat Patrik Lauer staunte, dass "die Hütte" voll sei, der Lokschuppen, viele standen hinten, "ich bin angetan von der Resonanz". Bürgermeister bildeten das Publikum, Mitglieder von Stadt- und Gemeinderäten, aus Kreis-, Land- und Bundestag, Vertreter der Arbeitskreise für das Tourismuskonzept mit ihren 62 Mitgliedern, Fachpublikum und neugierige Bürger. Diese breite Resonanz der von SZ-Regionalleiter Mathias Winters moderierten Präsentation ist bereits ein Erfolg. Denn sie zeigt, dass Tourismusförderung (Lauer: "Versuchen, mehr Gäste zu bekommen, da ist jede Menge Musik drin, um Geld zu verdienen") als Herausforderung aller Kommunen im Kreis verstanden wird.Das Grundkonzept enthält den kreisweiten Slogan "Rendezvous Saarlouis". Im Kreistag ohne Gegenstimme angenommen, die Bürgermeister überzeugt, dass ein Kreisslogan nur eine der 13 Kommunen nennt, Saarlouis eben, wegen der "Magnetwirkung" (Bürgermeister Hartwin Faust, Ensdorf) und des Wiedererkennungswertes.

Dillingen. Landrat Patrik Lauer staunte, dass "die Hütte" voll sei, der Lokschuppen, viele standen hinten, "ich bin angetan von der Resonanz". Bürgermeister bildeten das Publikum, Mitglieder von Stadt- und Gemeinderäten, aus Kreis-, Land- und Bundestag, Vertreter der Arbeitskreise für das Tourismuskonzept mit ihren 62 Mitgliedern, Fachpublikum und neugierige Bürger. Diese breite Resonanz der von SZ-Regionalleiter Mathias Winters moderierten Präsentation ist bereits ein Erfolg. Denn sie zeigt, dass Tourismusförderung (Lauer: "Versuchen, mehr Gäste zu bekommen, da ist jede Menge Musik drin, um Geld zu verdienen") als Herausforderung aller Kommunen im Kreis verstanden wird.Das Grundkonzept enthält den kreisweiten Slogan "Rendezvous Saarlouis". Im Kreistag ohne Gegenstimme angenommen, die Bürgermeister überzeugt, dass ein Kreisslogan nur eine der 13 Kommunen nennt, Saarlouis eben, wegen der "Magnetwirkung" (Bürgermeister Hartwin Faust, Ensdorf) und des Wiedererkennungswertes.

Die Touristiker sagen: Gäste suchen sich eine Region aus, und ihnen ist es egal, in welchem Ort der einzelne Anziehungspunkt liegt. Also: Leute in die Region locken, das Saarland, den Kreis Saarlouis, und dort es dann "lokal funkeln" lassen. Sprich: Jede Gemeinde präsentiert lohnenswerte Besuchsziele. Und da geht viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht, eine Sache des kreativen zweiten Blicks, wie Heike Glatzel (Regionalberatung Futour) und das Beratungsbüro von Harald Hullmann und Jörg Maria Gimmler erläuterten.

Birgit Grauvogel, Leiterin der Tourismuszentrale Saarland (TZS) beglückwünschte den Kreis zu diesem Slogan. Und Glatzel, die bundesweit unterwegs ist, nannte es "selten", dass sich Kreis und Kommunen auf einen eingängigen Slogan einigen konnten, der "Rendezvous Saarlouis" heiße und eben nicht sperrig "Rendezvous Landkreis Saarlouis". Zum Amüsement des Publikums im Lokschuppen rang sich auch Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg ab, "dass sogar ich mich mit dem Slogan anfreunden konnte."

Das Tourismuskonzept verdankt sich zunächst dem Land, wie Lauer erklärte. Das Wirtschaftsministerium verlange solche Konzepte unter der Dachmarke des Saarlandes als Voraussetzung für Landeszuschüsse zur regionalen Tourismusförderung. Was der Landkreis abliefere, habe von Anfang an "nichts von der Stange" sein sollen, sondern "kreativ und mutig, authentisch, so dass wir sagen können: Ja, das sind wir. Das können wir präsentieren."

Grauvogel erklärte, die Touristen im Saarland kämen vor allem aus Deutschland selbst, aus Belgien und den Niederlanden. Darauf gelte es sich einzustellen. 2012 habe das Saarland entgegen dem Bundestrend ein touristisches Wachstum von fünf Prozent gehabt. Der Kreis Saarlouis wird laut Glatzel vor allem um Gäste werben, die "Neues kennen lernen wollen, die entdecken wollen, die Sinn haben für die Kombination aus Natur und Industrie, den Blick für Details auf ihrer Suche nach neuen Erlebnissen". Kurz also: Gäste, die nicht einfach nur das vorfinden wollen, was sie schon kennen und erwarten.

Neuer Slogan des Landkreises.
TZS-Chefin Birgit Grauvogel.
Heike Glatzel von "Futour".

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