Claudia Beck tritt an

Claudia Beck kennt das politische Geschäft im Saarland, und sie ist Juristin. Die Grüne kandidiert – wenn die Parteimitglieder ihren Segen geben – im März, wenn die Saarlouiser Bürgerinnen und Bürger über die Nachfolge von OB Roland Henz entscheiden.

Die Parteigremien der Grünen haben beschlossen, zur OB-Wahl in Saarlouis im März mit einer eigenen Kandidatin anzutreten, und sie haben sich für Claudia Beck, 42, entschieden. Claudia Beck hat gelernt, sich durchzusetzen, auch gegen starke Männerdominanz. "Ich bin mit vier Brüdern aufgewachsen, und ich war dort bestimmt nicht immer die Prinzessin." Die Wahl ihrer Mittel, sich durchzusetzen, erweitert ihr Beruf beträchtlich. Derzeit ist sie Geschäftsführerin der grünen Landtagsfraktion, war zuvor dort Justiziarin, davor Rechtsanwältin. Studiert hat sie Jura in Saarbrücken, sie hat beide Staatsexamen, war Lehrbeauftragte in Zweibrücken und Birkenfeld. Sie kommt aus einer Familie im Saarpfalz-Kreis, in der sie auffiel, weil sie - wie so viele dieser Generation - als erste überhaupt studiert hat. "Studienpioniere" sagt man gern dazu.

Politisch stand Beck bislang, und das sagt sie selbst, in der zweiten Reihe, jetzt will sie in die erste, als Oberbürgermeisterin von Saarlouis . Zweite Reihe heißt: Fraktionsgeschäftsführerin im Landtag und heißt stellvertretende Vorsitzende: im Landesverband seit 2016, im Kreisverband seit 2013, in der Stadtratsfraktion Saarlouis von 2009 bis 2012. Derzeit gehört sie dem Gemeinderat ihres Wohnortes Ensdorf an. Sie ist verheiratet und hat eine dreijährige Tochter.

Auch aus der zweiten Reihe heraus erlebte Beck, "wie verflochten Kommunal- und Landespolitik ist". Auf beiden Ebenen, erzählt sie, sie sie gut vernetzt, über Parteigrenzen hinweg. Aus alledem schöpft Beck die ruhige Sicherheit, mit der sie sagt, dass sie sich dem Amt gewachsen sieht. Oft spricht sie von "Herzblut", mit dem sie den Wahlkampf machen will. "Keine ideologischen Schaukämpfe." Erste Linien: Größere Familienfreundlichkeit, nachhaltige Stadtentwicklung, Stärkung des Wirtschaftsstandortes, weitere Steigerung der Attraktivität des Handels, Akzente in den Stadtteilen. "Engagiert" will sie in den Saarlouiser Wahlkampf gehen, sagt Claudia Beck, "wenn ich antrete, dann mit vollem Einsatz." Und: "Habe ich immer schon so gemacht."