Christlich-jüdischer Dialog zur Religionsgeschichte Thema bei der VHS

Vortrag bei der VHS : Christlich-jüdischer Dialog zur Religionsgeschichte

„Deutsch werden, jüdisch bleiben“ ist das nächste Thema in der Reihe zur christlich-jüdischen Religionsgeschichte der Volkshochschule Saarlouis am Dienstag, 4 Juni. Professor Herbert Jochum leitet seit über 50 Jahren die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS).

In seinem Vortrag berichtet er über die Entwicklungen des Judentums. Das Judentum sollte auch dadurch zeitgemäßer werden, dass man vom aufgeklärten Christentum entlehnte Äußerlichkeiten übernahm. So wurden unter anderem die Synagogen-Architektur, der synagogale Gottesdienst mit Orgelmusik, der Talar des Rabbiners dem Protestantismus immer ähnlicher. Da die Reformjuden sich nun als „Deutsche mosaischen Glaubens“ verstanden, gaben sie die Überzeugung auf, zu einem jüdischen Volk zu gehören. Gegen diesen „Ausverkauf“ und die Konfessionalisierung des jüdischen Glaubens wehrte sich die nun entstehende Neo-Orthodoxie.

Der Vortrag findet am 4. Juni um 19 Uhr im Gedenkraum der Synagogen-Gedenkstätte im Postgässchen in Saarlouis statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldung: VHS Saarlouis, Tel. (0 68 31) 6 98 90 30, oder im Internet unter vhs-saarlouis.de

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