Bundesumweltministerin Svenja Schulze lobt Schulprojekte in Saarlouis

Svenja Schulze in Saarlouis : Umweltministerin Schulze: „Das ragt nochmals heraus“

Große Anerkennung für zwei Projekte „Wärme aus Deponiegas“ und „Stromspar Check aktiv“ beim Besuch der Politikerin.

So wünschen es sich die Saarlouiser Stadtvertreter öfter. Bundesumweltministerin Svenja Schulze schaute sich am Montag ein Projekt in Saarlouis an, das von ihrem Haus gefördert wird, „Wärme aus Deponiegas“. Und kam zum Ergebnis: „Wir fördern mit unserer Kimaschutzinitative innovative Projekjte“, das laufe auf hohem Niveau. „Aber das hier ragt nochmals raus.“ Gemeint ist das Modellprojekt, bei dem Gase von der stillgelegten EVS-Deponie am Lisdorfer Berg aufgefangen, in Wärme umgewandelt und in Containern zur Grundschule im Vogelsang und zur Bruchwiesenschule in Beaumarais gefahren werden. Dort wird die Wärme ins schuleigene Netz eingespeist. „Das ist es, was wir brauchen“, bescheinigte Schulze (SPD) in der Bruchwiesenschule den Projekten Deponiegase und „Stromspar-Check“ von Diakonie und Caritas „Das ist eine Geschichte, die nicht in Berlin läuft. Das ist genau das, was wir wollen.“

Das Deponiegas ist ein methanhaltiges Gas, das entweder abgefackelt werden muss (mit negativen Folgen für die Umwelt), oder es wird direkt in ein Blockheizkraftwerk gepumpt. Geht in Lisdorf nicht, weil es ein Schwachgas ist. So kamen die Fachleute um Klimamanager Horst Rupp und Firmen wie enersolve (aus Kassel) auf die Idee des Transports. Netto spare die Nutzung des Gases allein in der Vogelsangschule pro Jahr 40 Tonnen Kohlendioxid. Technisch geht das über eine Flüssigkeit mit speziellen Salzen, die Wärme speichern kann und beim Abkühlen langsam wieder freigibt – ähnlich wie ein Knickkissen.

Vorgestellt wurde auch das Projekt „Stromspar-Check aktiv“. Im Kern geht es darum, auch sozial schwächere Haushalte bei Maßnahmen zum Klimawandel mitzunehmen, als Berater werden auch ehemals Langzeitarbeitslose eingesetzt.

Es war der große Bahnhof in Beaumarais: Außer den Vertretern von Saarlouis, neben OB Peter Demmer und Baubeigeordnetem Günter Melchior auch Klimaschutzmanager Horst Rupp, der das Projekt organisiert, kamen die saarländische Wirtschaftsmninisterin Anke Rehlinger, Umweltminister Reinhold Jost, Landrat Patrik Lauer, Spitzen der Stadtratsfraktionen und natürlich Akteure der beiden Projekte. Von Saarlouis aus ging es für Schulze gleich weiter zur Dillinger Hütte, später zum Saarbrücker Urwald.