Essen : Brot und Wein, am liebsten regional

Seit Jahrtausenden gehören sie zusammen, Brot und Wein. Am Dienstagmittag brachten Bäcker und Winzer das schmackhafte Paar nach Saarlouis unter den Pavillon in der Französischen Straße. „Alle zwei Jahre machen wir diese Aktion“, sagte Hans-Jörg Kleinbauer, Landesinnungsmeister der Bäcker, zu „Brot und Wein“. Zum zehnten Mal in 20 Jahren waren sie diesmal im Saarland unterwegs. Am Stand lagen drei Brote zur Verköstigung, ein dickes Kasten-Weißbrot, ein Körnerbrot und eine dunkle Bliesgaukruste. Letztere ist mit Mehl aus dem Bliesgau gebacken. „Bauern aus dem Bliesgaureservat liefern den Weizen, die Bliesgaumühle mahlt ihn und verkauft das Mehl im Saarland“, erklärte Kleinbauer. Regionalität werde von den Kunden gefragt, und „was drin ist im Brot“.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei der Kontakt zum Kunden. Deshalb geht die Innung raus unter die Leute. Die Aktion „Brot und Wein“ ist mit einem kleinen Wettbewerb verknüpft: Wer die ausliegenden Brotsorten richtig erkannte, konnte bei der anschließenden Verlosung einen Gutschein über 50 Euro gewinnen. „Den kann man bei Bäckern und Winzern einlösen“, sagte Kleinbauer über die von der Kreissparkasse Saarlouis gespendeten Beträge. Bei der Endauslosung zum Abschluss von „Brot und Wein“ sind sogar 200 Euro Gewinn möglich. Den gut gefüllten Präsentkorb gewann in Saarlouis Anni Engel aus Bilsdorf.

Einen weichen und säurearmen Auxerrois aus Perl schenkte Gerd Petgen aus, Präsident der saarländischen Winzer. „Der passt zu jeder kräftigen Brotzeit.“ Leckere Liköre gab es daneben am Stand der Saarbrücker Zeitung. Auch das regionale Produkte, aus einer Brennerei in Lebach. Das angebotene Brot schmeckte unter anderen Willi Wagner. „Toll“, meinte er zur Bliesgaukruste. Drei ältere Personen aus Saarlouis versicherten, „wir kaufen Brot nur in der Bäckerei, davon gibt es ja noch etliche in Saarlouis“. Von Bäckern gebackene Brote hätten ihre Liebhaber, stellte Bäckermeister Bernd Breininger dar. Er verteilte Brötchen mit Rosinen und Schokolade. Zu ihm nach Lisdorf „kommen immer mehr Junge, die auf Qualität achten“. Bio sei nicht so gefragt, „dafür aber Vielfalt“.