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Blond zu sein, ist eine Lebenseinstellung

Blond zu sein, ist eine Lebenseinstellung

Mit einem groß ange- legten Projekt kommt das „Musical Werk Saarlouis“ im Mai auf die Bühne des Theaters am Ring. 2012 verzauberten die Akteure dort mit „Peter Pan“ die Zuschauer, jetzt folgt das mehrfach preisgekrönte Broadway-Musical „Natürlich blond“.

Blond ist keine Haarfarbe, sondern eine Lebenseinstellung. Zumindest für Elle Woods, von Natur aus blond und mit einem Faible für Mode, vor allem pink.

Mit gewaltigen Kulissen, 46 verschiedenen Rollen und 15-köpfigem Orchester kommt die Geschichte vom verliebten Blondchen im Mai auf die Bühne des Theaters am Ring. "Wir haben sogar vier Hunde gecastet", berichtete Sven Köhn, Vorsitzender und eine der treibenden Kräfte des "Musical Werk Saarlouis". Hochbetrieb herrscht derzeit am Standort des Vereins in Roden. Dabei werden bei stundenlangen Proben die einzelnen Szenen zum großen Ganzen zusammengefügt und die Feinheiten herausgearbeitet.

"Eine richtig große Sache", verspricht Köhn mit dem Stück, das 2001 als Filmkomödie mit Reese Witherspoon in den Kinos war. 2007 wurde daraus ein erfolgreiches Musical am Broadway. "Wir spielen eine ganze Woche", sagte Köhn zum Programm, "zehn Aufführungen". Als Vergleich dazu waren es 2012 an einem einzigen Wochenende vier zauberhafte Vorführungen. Damals faszinierte das Ensemble mit "Peter Pan" rund 2000 Zuschauer.

Im Juli 2016 hatte ein großes Casting für die Auswahl der Darstellerinnen und Darsteller von "Natürlich blond" stattgefunden. Die Hauptperson Elle Woods ist doppelt besetzt, mit Susanne Kiefer und Christina Spiller. Daneben gibt es Darsteller mit vier Rollen, andere stehen bei jedem der zehn Termine auf der Bühne.

Für überzeugende Auftritte wird seit Monaten geprobt. Den professionellen Schliff gibt unter anderem die Gesangslehrerin Isabel Meiser. Acht Choreografien tüftelte die künstlerische Assistentin Julia Hepper aus, unter Mitwirkung von "Dance Captain" Jenny Gerecke. Nach Abzug der Pause sind es dicke zwei Stunden Show. "Ein Projekt in der Größenordnung hat es in der Kreisstadt noch nie gegeben", sagte Hepper. Zu den Unterstützern zählten unter anderen die Stadt Saarlouis und zahlreiche Sponsoren.

Die heiße Phase für das Großprojekt "Natürlich blond" beginnt ab 2. Mai. Dann wird das Theater am Ring zur zweiten Heimat. Allein für Kulissen und Technik sind rund ein Dutzend Transporter eingeplant. Hinter der Bühne kümmern sich zahlreiche Helfer um Aufbau, Licht und Akustik sowie um die Versorgung der Akteure. Die nehmen dann die Spielstätte in Besitz. Mit raffinierter Beleuchtung und räumlich gestaffelten Kulissen schaffen sie die Illusion von beispielsweise der Universität Harvard sowie einem zweistöckigen Wohnheim in Kalifornien. Aber der ganze Aufwand sei nicht nur Spaß und Herausforderung für das "Musical Werk", ergänzte Köhn. Der Verein verfolge auch das Ziel, Saarlouis dauerhaft als attraktiven Musical-Standort zu etablieren. Ein großer Schritt dorthin beginnt am Sonntag, 14. Mai, mit der Premiere von "Natürlich blond". Im Original "Legally blonde", Musik und Text von Nell Benjamin sowie Laurence O'Keefe, Buch Heather Hach. Dann kämpft die selbstbewusste Blondine Elle Woods um ihre große Liebe und die Lösung eines Mordfalls. Mit frechen Dialogen, viel Musik zwischen Melancholie und Lebensfreude sowie einem sing- und tanzfreudigen Ensemble.

Im Proberaum des „Musical Werk Saarlouis“ fügt das Ensemble die Szenen von „Natürlich blond“ zur überzeugenden Show zusammen.

Zu den insgesamt zehn Aufführungen zählen auch drei Vorstellungen für Schulen zu vergünstigten Konditionen für Schulklassen. Interessenten können sich melden per E-Mail an info@musicalwerksaarlouis.de. Weitere Informationen gibt es im Internet.www.musicalwerksaarlouis.de