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BLB und Julis, JU Saarlouis geben Position zu Lisdorfer Berg ab

Stimmen vor der Einwohnerbefragung : Unterschiedliche Meinungen zum Lisdorfer Berg

Die Bürgerinitiative Lisdorfer Berg (BLB) hat zur jüngsten Berichterstattung im Vorfeld der Einwohnerbefragung zur geplanten Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes Lisdorfer Berg in einer Presseerklärung ihre Ablehnung der Pläne bekräftigt.

Wie die Sprecher der Initiative, Dr. Claus Grimm und Wolfgang Weingärtner, erklären, weist die Initiative auf bereits erschlossene Industrieflächen wie das Kraftwerksgelände Ensdorf hin und mahnt die Verantwortlichen, „endlich Vernunft walten zu lassen und eine nachhaltige Flächenpolitik zu betreiben“. Die jüngste Berichterstattung habe „vor Augen geführt, dass nicht einmal die Befürworter ein einziges schlagkräftiges Argument“ für die Erweiterung hätten, heißt es. Die BLB halte die Pläne „aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht für grob fahrlässig“.

Auch die Kreisverbände von Junge Union und die Jungen Liberalen haben sich zu Wort gemeldet: „In der von zunehmender Unsachlichkeit geprägten Debatte fordern die politischen Nachwuchsorganisationen, anstatt mit den Ängsten der Bürgerinnen und Bürgern zu spielen, die überwiegenden Chancen zu betonen und im Diskurs in den Vordergrund zu stellen.“ Eric Spaniol, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, unterstreicht die Tragweite der Saarlouiser Entscheidung für den gesamten Landkreis: „Nach der Ansiedlung von SVolt bietet kreisweit keine Fläche derartiges Entwicklungspotential wie der Lisdorfer Berg, um Unternehmen anzusiedeln und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze zu schaffen.“ Die zeitnahe Entwicklung des Ensdorfer Kraftwerkgeländes sei „illusorisch“, betonen die Verbände.

Bis 18. April dürfen rund 32 000 Saarlouiser abstimmen.