Blaulicht am Bühnenrand

Ensdorf. Am Bühnenrand blinkt ein Blaulicht. Dirigent Mark Endres steht mit Feuerwehrhelm und reflektierender Warnweste vor rund 30 Instrumentalisten der Musikfreunde Ensdorf. Minutenlang bringen sie die Atmosphäre des packenden Feuerwehrfilms "Backdraft" mit ihren Instrumenten zur Wirkung

Ensdorf. Am Bühnenrand blinkt ein Blaulicht. Dirigent Mark Endres steht mit Feuerwehrhelm und reflektierender Warnweste vor rund 30 Instrumentalisten der Musikfreunde Ensdorf. Minutenlang bringen sie die Atmosphäre des packenden Feuerwehrfilms "Backdraft" mit ihren Instrumenten zur Wirkung.Nur noch wenige Stühle waren am Samstag frei, als sich im Bergmannsheim um die 240 Zuhörer am Neujahrskonzert erfreuten. Den Anfang des Programms übernahm das fünfköpfige Jugendorchester unter Leitung von Sandra Wilhelm.

Beinahe wie Kammermusik wirkten die Beiträge des jungen Quintetts. Nur mit Querflöten und Klarinetten zauberten sie notensicher zarte Variationen der im Original reich orchestrierten Melodien. Die reichten von "Meet the Flintstones" über "Die Schöne und das Biest" bis zu "I will follow him" und "Die Simpsons".

Beim "Radetzky-Marsch" klatschte sogar Dirigent Mark Endres im Ensdorfer Bergmannsheim kräftig mit. Foto: Johannes A. Bodwing.

Regengrau hing die Nacht vor den Fenstern des Bergmannsheims, drinnen entführte Mark Endres mit dem großen Orchester in die verschneiten Alpen. Bei "Fire & Ice" knisterte musikalisch die Kälte und loderten die Fackeln. Mit "Layla" und "Tears in Heaven" erwies das Orchester dem Blues- und Rockgitarristen Eric Clapton seine Referenz. Vereinsmitglied Franz Leinenbach moderierte gut gelaunt das Programm. Da gab es Informationen über Komponisten, die Titel und ihre Entstehungsgeschichte. So bei der "Festa Paesana", den musikalischen Skizzen eines Festes im holländischen Lunteren. Stilsicher führte Dirigent Mark Endres das Orchester von der schwungvollen mährischen Polka zum wirbelnden Rhythmus eines irischen Tanzes. Mit den gut aufgelegten Musikern schuf er Western-Stimmung und große Rock-Atmosphäre. Nach rund zweieinhalb Stunden leitete der "Radetzky-Marsch" die dreifache Zugabe ein.