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Beherztes Eingreifen rettet Leben

Marc Lauer aus Weiskirchen war bei dem Brandeinsatz in Roden dabei.Foto: Becker&Bredel
Marc Lauer aus Weiskirchen war bei dem Brandeinsatz in Roden dabei.Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Saarlouis. Der Einsatz der Kollegen gehe weit über das hinaus, was man als Dienstherr erwarte, lobte Polizeipräsident Norbert Rupp. Die Polizisten, darunter auch Marc Lauer aus Weiskirchen, hatten bei einem Brand in Roden Menschen vor dem Feuer gerettet.

Flammen schlugen aus dem Mehrfamilienhaus in Roden. Um Menschen vor dem Feuer zu retten, eilten Marc Lauer aus Weiskirchen, Jessica Schwarz und Julia Bach von der Polizeiinspektion in den Brand, der am 30. März in dem Saarlouiser Stadtteil ausgebrochen war. Diese Heldentat haben Polizeipräsident Norbert Rupp und Christian Seel, Staatssekretär im Innenministerium, am Mittwoch gewürdigt - mit einer Belobigung.

"Als wir kamen, schlugen Flammen aus dem Dach", erinnern sich der 28-jährige Lauer, seit Abschluss seiner Ausbildung bei der PI Saarlouis tätig, und seine Mitstreiterinnen. "Das Haus musste evakuiert werden, denn viele Bewohner hatten den Brand noch gar nicht bemerkt. 30 bis 40 Personen haben wir aufgefordert, das Haus zu verlassen", erzählen die Drei über ihren Einsatz, bei dem sie eine leichte Rauchvergiftung erlitten hatten. Das Feuer war in einer Küche im Obergeschoss ausgebrochen, als jemand versuchte, brennendes Öl mit Wasser zu löschen. "Dabei kann man auch vom Retter zum Opfer werden", mahnte Rupp, der den Einsatz der Kollegen bewunderte, jedoch nicht versäumte, auf die Risiken hinzuweisen. Rupp: "Ich sehe solche Einsätze zwiegespalten, denn die Beamten riskieren dabei ihr Leben. Wir würden die Kollegen niemals auffordern, in den Brandrauch hineinzugehen. Aber in der Notsituation hat man nicht viel Zeit zum Überlegen." Der Einsatz der Beamten geht nach Rupps Worten weit über das hinaus, was man als Dienstherr erwartet.