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„Das Problem Schwarzwild in den Griff bekommen“

Saarwellingen. Die Zukunft der Jagd, Wolfssichtungen und landschaftliche Veränderungen. Dies waren einige der Themen am Samstagnachmittag auf der Versammlung der Kreisgruppe Saarlouis der saarländischen Jägervereinigung, VJS. Johannes A. Bodwing

Etwa 850 Jäger gehören im Landkreis Saarlouis zur Vereinigung der Jäger im Saarland, VJS. Fast 200 trafen sich am Samstagnachmittag in der Saarwellinger Festhalle zu ihrer turnusmäßigen Mitgliederversammlung. "Versuchen Sie, das Problem Schwarzwild in den Griff zu bekommen", bat Bürgermeister und Hausherr Michael Philippi bei seinen Grußworten auch für die Kommunen des Landkreises.

Dazu, ergänzte Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer als Gast, müsse sich etwas in der Bejagung von Wildschweinen tun. Denn Verkehrswege würden vom Wild für Wanderungen genutzt, sagte Krämer weiter. Nicht überall könne gejagt werden, und der Anbau von Energiepflanzen verschärfe die Situation zusätzlich.

Ein anderes Problem im Naturhaushalt sprach Landesjägermeister Josef Schneider an: verwilderte Katzen . Die würden inzwischen mit Lebendfallen gefangen. Da aber Tierheime überfüllt seien, weiche man aus auf Kastration und Sterilisation.

"Auch der Wolf ist da", verwies Schneider auf Sichtungen bei Sierck-les-Bains. Doch es reiche nicht aus, ihn "nur willkommen zu heißen". Aus Jägersicht stehe man diesem Thema "gelassen gegenüber", sagte Schneider. Für das Saarland seien unter anderem 48 Wildkameras in der Überlegung, 48 Wolfsbeauftragte und ein Wolfsmanagementplan. Vorrang habe bei alldem die Sicherheit der Menschen. Kreisjägermeister Jürgen Schmitt verwies auf ein "Auseinanderdriften von Gesellschaft und Jagd". Oftmals fehle Menschen heute der Bezug zur Natur. Darüber sollten Jäger verstärkt informieren und die Bedeutung der Jagd verdeutlichen.

Veränderungen in der Landschaft durch EU-Regelungen sprach Referentin Franziska Nicke von der Landwirtschaftskammer an. Das so genannte "Greening" ermögliche unter anderen naturnahe Flächen wie Brachland und Pufferflächen. Diese könnten bei Absprachen zwischen den Jägern und den Landwirten zugunsten des Wildes genutzt werden.