Baulärm ist endlich vorbei

Nach einem Jahr umfangreicher Sanierungsarbeiten am Ford-Hochhaus können dessen Bewohner nun aufatmen. Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Fassade erneuert und ein Multimedia-Glasfasernetz verlegt.

Seit elf Jahren wohnt Barbara Ries im Ford-Hochhaus, die nach einem Jahr abgeschlossenen umfangreichen Sanierungsarbeiten mit viel Lärm hat sie als "schon nervig, aber durchaus erforderlich" erlebt. Belohnt wurde ihre Nervenstärke nun mit einer neuen Fassade, hinter der die energetischen Maßnahmen, aber auch der Anschluss ans Multimedia-Glasfasernetz versteckt sind.

Besonders angetan hat es Ries aber der neue, verglaste Balkon. "Der ist ein absoluter Zugewinn. Ich wohne auf der Westseite, hatte schon extrem mit Kälte, Nässe und den Tauben zu kämpfen. Daher bin ich von meinem neuen Balkon mehr als begeistert, einfach eine feine Sache", schwärmt sie. Auf die positiven Auswirkungen der Wärmedämmung wartet sie, noch lässt die Heizperiode aufgrund des warmen Herbstwetters auf sich warten, die Heizung bliebt bei ihr derzeit noch abgedreht.

Immobilie deutlich aufgewertet

Aber nicht nur als Bewohnerin profitiert Ries von der großen Sanierungsmaßnahme, für die von der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgesellschaft Saarlouis (GBS) insgesamt 4,1 Millionen Euro veranschlagt wurden. "Mit dieser Maßnahme hat die Immobilie eine deutliche Aufwertung erfahren. Bauliche Mängel, steigende Energiekosten, eine Multimedia-Versorgung, all dies haben wir 2012 als Gesamtmaßnahme zu entwickeln begonnen", fasst Projektleiterin Janine Bettinger zusammen. Am Anfang standen mehrere Eigentümerversammlungen, schließlich wurde im August 2013 der Beschluss mit einer qualitativen Mehrheit gefasst, wie Knut Kempeni, Geschäftsführer der GBS betont.

Von den 139 Wohneinheiten in dem 23-geschossigen Park Wohnhochhaus Beaumarais, wie der richtige Name der Immobilie aus dem Jahr 1968 lautet, werden 17 von der GBS verwaltet. "Bei allen Bewohnern, aber auch den Eigentümern wollen wir uns heute mit einem kleinen Fest mit gemeinsamen Mittagessen für die Geduld für ein Jahr Bauzeit bedanken", erklärt Kempeni.

Kosten niedriger als geplant

Er freut sich über die Punktlandung im zeitlichen, aber vor allem im finanziellen Rahmen - mit bisher 3,9 Millionen Euro sei man noch unter der veranschlagten Summe geblieben. Nun stehen noch letzte hydraulische Abgleichsmaßnahmen an, dann ist das Werk vollbracht. "Jetzt hat das Haus das Zeug zum Wahrzeichen", erklärte OB Roland Henz (SPD ). Zugleich gab er zu bedenken, dass künftig noch stärker die Schaffung von Wohnraum für sozial schwache Menschen und Asylbewerber im Fokus der Arbeit der GBS stehen wird.