Basketball : Der Weltenbummler ist zurück

Nicholas Burgard ist für die Sunkings ein wichtiger Baustein beim Umbruch.

Sieben Jahre lag sein Lebensmittelpunkt nicht im Saarland. Nun ist Nicholas Burgard zurück. Bei den Basketballern der Saarlouis Sunkings sind sie froh darüber, denn der 24-Jährige ist ein wichtiger Baustein beim Umbruch, den die „Sonnenkönige“ vor der Saison in der Regionalliga erneut vollziehen mussten. „Seine wahnsinnige Energie und Einstellung, die er in jedem Training und im Spiel an den Tag legt, sind für mich am wichtigsten. Er versteht es, die anderen mit seiner Art mitzureißen“, sagt Sunkings-Trainer Dennis Mouget über den Rückkehrer, der mit 15 Jahren schon im damaligen Saarlouiser Regionalliga-Team mitmischte.

Der sportliche Wert des 2,05 Meter großen Flügelspielers wurde in den bisher fünf Partien deutlich – alleine schon wegen der 12,8 Punkte, die Burgard im Schnitt verbucht. An diesem Sonntag um 15 Uhr möchte er in der Stadtgartenhalle wieder dazu beitragen, dass das junge Team den jüngsten Lauf fortsetzt und gegen den punktgleichen TV Langen den vierten Sieg in Folge holt. Es ist für ihn auch eine Begegnung mit seiner Vergangenheit, denn bei den Hessen spielen zwei Akteure, die Burgard auf einer abwechslungsreichen Reise in Sachen Basketball begleitet haben: Zum einen Langens Maxim Schneider, mit dem er 2010 als 16-Jähriger für die U 19 des TBB Trier in der Nachwuchs-Bundesliga am Ball war. Zum anderen Ruben Spoden, Ex-Mitspieler an der Basketball-Akademie der Urspringschule in Schelklingen, wo Burgard ab 2011 sein Talent weiter förderte. „Im Nachhinein war es das Beste, dass ich dort Basketball und Schule unter einen Hut bekam“, sagt Burgard. Er blieb bis 2014, kam gar auf sieben Einsätze in der 2. Bundesliga Pro A, machte 2013 sein Abitur – ehe es ihn nach Übersee zog.

Über Urspring-Mitspieler Kalidou Diouf kam der Kontakt zur University of Alaska in Anchorage zustande. „Dort hat es mir mit am besten gefallen“, sagt Burgard zu seinen vier Jahren in den Staaten. „Sowas wie in Alaska habe ich noch nie erlebt. Nicht nur die Landschaft, auch die Mentalität ist völlig anders. Dort musst du mit den Launen der Natur leben. Das war schon ein Abenteuer“, erzählt er „Danach wurde es jedes Jahr ein wenig wärmer.“ Erst kam das Western Wyoming Community College in Rock Springs („Dort konnte der Trainer mit meinem Basketballspiel nicht viel anfangen“), dann das Northern New Mexico College in Española. Dort blieb er zwei Jahre, ehe mit abgeschlossenem BWL-Studium im Gepäck die Heimkehr antrat. „Dass ich so früh von Zuhause weg bin, hat mich sehr selbständig gemacht“, sagt Burgard: „Ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin.“ Der ihn nun zurückgeführt hat.