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Streit um kirchliche Immobilie
Ausschuss berät Bebauungsplan

Saarlouis. Im Fokus steht der Streit über das Pfarrhaus in Beaumarais. Hier sind Kirche und Stadt noch uneins. Von Johannes Werres

Der Ausschuss für Stadtplanung des Saarlouiser Rates wird erst am Donnerstag, 8. März, über einen Entwurf zum Bebauungsplan für das Grundstück abstimmen, auf dem jetzt noch das leer stehende Pfarrhaus und das früherer Jugendheim der katholischen Pfarrei in Beaumarais stehen. Die Stadtverwaltung hat die sehr umfangreiche Tagesordnung des Ausschusses auf zwei Tage, den Mittwoch und den Donnerstag, aufgeteilt. Was mit dem Kirchengrundstück nach dessen Verkauf geschehen soll, ist zwischen Pfarrei und Stadt umstritten. Derzeit läuft in Beaumarais eine Unterschriftenaktion gegen die Absicht von Stadtverwaltung sowie dreier Ratsfraktionen, eine Fläche aus dem Grundstück herauszuschneiden, um einen Dorfplatz zu gestalten. Die Pfarrei fürchtet, dass damit der Wert des Grundstücks stark gemindert wird und das Geld nicht für eine geplante Umgestaltung und Sanierung der gegenüberliegenden Kirche reichen werde. Die Stadt argumentiert, der Platz bilde den Ortsmittelpunkt und stelle die einzige Möglichkeit dar, sich im Ort zentral zu treffen. Der Ausschuss berät darüber zunächst nicht öffentlich.


Der Plan inklusive Entscheidung des Ausschusses geht am Mittwoch, 21. März, in den Stadtrat zu Entscheidung, das ist dann öffentlich.

Am Tag zuvor, am Mittwoch, 7. März (ab 17 Uhr im Rathaus) berät der Ausschuss die ganz großen Themen für die Zukunft von Saarlouis: Es geht einen Schritt weiter mit einem neuen Flächennutzungsplan. Jetzt werden der bisherige von 1987 und der Vorentwurf miteinander verglichen. Da geht es auch im eine Ausweitung des Lisdorfer Berges. Dann stehen im Ausschuss die Weichenstellungen für die beiden größten Stadtteile von Saarlouis zur Entscheidung: Es sind die groben Linien des auf 15 Jahre angelegten Bundesprogramms „Soziale Stadt“ für Roden und Fraulautern. Dazu werden die grundlegenden „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte“ (ISEK) vorgelegt.



Weite befasst sich der Ausschuss ebenfalls in öffentlicher Sitzung mit der Linienführung des geplanten Ostring-Stücks am Panzererprobungsgelände und mit zwei Bauvorhaben an der „Neuen Welt“.