Auf Wippe und Sandgebirge spielen

Saarlouis. Vor rund zwei Jahren ist an dem ehemaligen Trimmpfad in Fraulautern ein neuer Wanderweg mit vorwiegend natürlichen Wegen angelegt worden. Mittlerweile stehen bereits sechs Sitzbänke an dem Weg. Für die Benutzer des fünf Kilometer langen Weges baute man außerdem - direkt an der Landstraße 343 - einen neuen Parkplatz

 Freude übers Lob der Spielplatztester: Dietmar Grasmück, Daria Meyer, Hans Peter Heise, Christian Schwarz, Bernd Hoffmann, Holger Strümpel, Cosima Meyer und Laurin Meyer (von links). Foto: SZ

Freude übers Lob der Spielplatztester: Dietmar Grasmück, Daria Meyer, Hans Peter Heise, Christian Schwarz, Bernd Hoffmann, Holger Strümpel, Cosima Meyer und Laurin Meyer (von links). Foto: SZ

Saarlouis. Vor rund zwei Jahren ist an dem ehemaligen Trimmpfad in Fraulautern ein neuer Wanderweg mit vorwiegend natürlichen Wegen angelegt worden. Mittlerweile stehen bereits sechs Sitzbänke an dem Weg. Für die Benutzer des fünf Kilometer langen Weges baute man außerdem - direkt an der Landstraße 343 - einen neuen Parkplatz. Schon damals war geplant, dass unweit des Parkplatzes auf einer Lichtung am Beginn des Wanderweges ein neuer Abenteuerspielplatz entstehen sollte. Nun hat das Projekt konkrete Formen angenommen. Projekt in Angriff genommenSeit einigen Wochen bauen, schrauben und werkeln hier Männer, teilweise sogar mit schwerem Gerät. Schaukel, Wippe, Kletteranlage und sogar ein Freiluft-Klassenzimmer sind bereits fertig. "Das ist ja toll", strahlte der siebenjährige Laurin Meyer, als er beim Spaziergang mit seinem Vater Frank den neuen Spielplatz am Waldrand entdeckte. Laurin und seine Schwestern Daria und Cosima probierten zunächst Schaukel und Wippe aus, bis der riesige Sandhaufen im hinteren Bereich ihre Neugier weckte. Um den Sandberg herum verläuft ein tiefer Graben, und wer in das "Sandgebirge" will, muss entweder durch den Graben klettern oder über Baumstämme balancieren. "Das ist gar nicht so einfach, macht aber Riesenspaß", sagt Daria Meyer. Baumstamm-MikadoDirekt daneben liegen Baumstämme kreuz und quer durcheinander und übereinander. Aber dieses Chaos ist gewollt und hat System. "Mikado" heißt das ungewöhnliche Spielgerät, bei dem besonders Koordination und Gleichgewicht gefordert sind. "Es kann nichts passieren, alle Baumstämme sind miteinander verschraubt", erklärt Förster Mario Natale, der die Arbeiten unterstützt und das nötige Holz beschafft.Mitarbeiter des Beschäftigungsprojektes "Garten- und Landschaftsbau" des V.I.B. bauen in einer Qualifizierungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit den Spielplatz. Mit diesem Projekt werden Langzeitarbeitslose und arbeitslose Migranten unterstützt. Verantwortlicher Projektleiter ist Bernd Berretz. Aber nicht nur spielen ist hier angesagt. In einer Nische haben die Arbeiter mehrere Bänke errichtet, für Schulunterricht unter freiem Himmel.Klassenzimmer im WaldIn Arbeit befinden sich auch noch der Grillplatz und eine Schutzhütte, ideale Voraussetzungen für rustikale Feste. Ein Bouleplatz komplettiert die Anlage. Bis zum Spätherbst soll alles fertig sein. Die Spielplatztester Laurin, Daria und Cosima haben den Abenteuerspielplatz schon jetzt zu ihrem Favoriten erklärt. red