Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

Zuerst konnten sie sich nicht mal riechen. Doch jetzt sind die Tänzerinnen der beiden Gruppen X-Plode und Cocaine eine Gemeinschaft und haben als „The Fusion“ von sich hören gemacht. Nun steht die WM-Qualifikation an.

Dass die Mitglieder der Tanzgruppe "The Fusion" aus Saarlouis im kommenden Jahr von der Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Hip Hop träumen, das hätte von den Gründungsmitgliedern beim Start im September 2012 wohl keiner geglaubt. Die Tänzerinnen stammen ursprünglich aus zwei verschiedenen Teams, X-Plode und Cocaine, die sich, wie die 27 Jahre alte Tamy Hoffeld, eine der treibenden Kräfte des Zusammenschlusses erzählt.

"Ehrlich gesagt konnten sich manche von uns nicht mal riechen, jede Gruppe machte ihr eigenes Ding", erinnert sie sich. Doch dann war sie mit einer Tänzerin aus der anderen Gruppe im Kino. Während des Tanzfilms wurde beiden schnell klar, wenn sie zusammen als große Crew antreten, viel bessere Chancen haben. "Anfangs haben wir gesagt, wir wollen das ein Jahr lang probieren, mittlerweile sind wir alle fest zusammengewachsen, jedes Mitglied im Team hat seine feste Aufgabe", sagt Hoffeld.

Die sind vielfältig, von der Musikauswahl über die Choreografie bis hin zu den Auftritten, oder wie bei Tamy, die sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, bringt sich jedes der Mädchen ein. Und sie investieren viel Zeit und Engagement, die 16 jungen Damen von "The Fusion". Drei Mal in der Woche stehen jeweils drei Stunden auf dem Trainingsplan. Sehr froh ist die Gruppe darüber, dass ihnen die Räume des Jugendzentrum Saarlouis , dort, wo alles seinen Anfang nahm, auch weiterhin zur Verfügung stehen. Bei dem Trainingspensum ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Bereits zwei Mal, 2013 und 2014, waren sie Deutscher Meister Over 18 Intermediate in der United Dance Organisation, kurz UDO, in diesem Jahr Vize-Europameister Starmoves. Und es soll weiter vorangehen, da sind sich die Mädchen zwischen 14 und 29 Jahren einig.
Das Ziel heißt Glasgow

"Wir haben uns entschieden, im kommenden Jahr in der höchsten Klasse anzutreten, hoffen natürlich, dass wir uns entweder durch die Deutsche- und Europameisterschaft oder durch die Qualifikationsturniere für die Weltmeisterschaft in Glasgow qualifizieren können", sagt Tamy.

Das wird für das Team nicht ganz billig sein, die Turniere finden in ganz Deutschland statt, Anreise und Startgebühr müssen sie selbst tragen. "Da wäre ein Sponsor echt schon hilfreich, gerade auch, weil wir kein Verein oder gar eine Tanzschule sind", sagt sie.

Doch ganz bewusst haben sich die Mädchen für die Zugehörigkeit zum Juz entschieden. Zum einen unterrichten sie dort jüngere Tänzerinnen , der Nachwuchs im Alter zwischen neun und 15 Jahren konnte bereits einen ersten Platz verbuchen. "Und im Rahmen von unserer Zugehörigkeit zu 2. Chance Saarland arbeiten wir auch gerne mit Menschen mit Behinderungen. Diese Unterstützung ist uns sehr wichtig", sagt Hoffeld.

Mit der Teilnahme an Wettbewerben, aber auch vielen Auftritten, "man kann uns über ein Formular auf unserer Homepage sehr gerne buchen", werden die Mädchen sicherlich noch viel von sich reden machen.

thefusion-dancecrew.com