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Aspirin aus Weidenrinde und Mädesüß

Aspirin aus Weidenrinde und Mädesüß

Beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ stellte der Landkreis Saarlouis mit Abstand die meisten Teilnehmer und die belegten auch noch vordere Plätze. Die Bestplatzierten stellen wir in einer kleinen Serie vor.

 Jana Bies aus Saarlouis und Helena Rutz aus Überherrn (v.l.). Fotos: BuB
Jana Bies aus Saarlouis und Helena Rutz aus Überherrn (v.l.). Fotos: BuB

Über Alternativen zum bewährten Schmerzmittel "Apririn" machten sich der Rodener Christoph Hilgert (18) und André Dussing (17) aus Leidingen Gedanken. Beide wissen um die gute Wirksamkeit des Aspirin-Wirkstoffs, aber auch um dessen Nebenwirkungen. "Da es sich um einen in der Natur vorkommenden Stoff handelt, wollten wir wissen, ob es nicht möglich ist, den gleichen Effekt mit eben diesen Naturstoffen zu erzielen", sagten die beiden Jungforscher des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis. Sie experimentierten mit Weidenrinde und mit Blüten der Arzneipflanze Mädesüß. Die Blüten gossen sie zu einem Tee auf, dann dampften sie den Tee zu einem Extrakt ein und ließen dies mit Säuren reagieren. In dem fertigen Produkt wiesen sie den Aspirin-Wirkstoff nach. "Aber wir wissen nicht, ob man ihn nun wirklich zu sich nehmen kann, denn wir wollten keine Tier- oder Selbstversuche machen", erklärten die beiden. Ihre Arbeit "Natürlich schmerzfrei - Alternativen zu Aspirin " war die beste im Fachgebiet Chemie und erhielt von der Jury einen zweiten Platz. Sie sind damit Landessieger.

Als gleichwertig stufte die Jury die Arbeit von Helena Rutz (15) aus Überherrn und Jana Bies (15) aus Saarlouis ein, die von der gleichen Schule kommen. Auch ihnen wurde ein zweiter Platz zugesprochen. Sie untersuchten die im Handel als "Silly Putty" käufliche "Magische Knete", die man extrem ziehen und bearbeiten kann. Die beiden haben aus Silikonöl und Borsäure eine ungiftige und vergleichbare Knete hergestellt, die viel günstiger ist als die handelsübliche Knete.