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Arbeitsmarkt im August im Landkreis Saarlouis

Arbeitsmarkt im Landkreis : Mehr Menschen ohne reguläre Beschäftigung

Im Kreis Saarlouis gab es im August etwas weniger Arbeitslose, aber die Unterbeschäftigung steigt. Es gibt weniger offene Stellen.

5172 Arbeitslose zählte die Agentur für Arbeit Saarland im August im Landkreis Saarlouis. Das sind 130 weniger als im Vormonat, aber 300 mehr als im August 2018. Die Arbeitslosenquote hat sich von 5,0 Prozent im Juli auf nun 4,9 Prozent reduziert.

„Wir sollten zunehmend im Auge behalten, dass sich die angespannte Weltwirtschaftslage früher oder später auch auf unsere Region auswirken kann. In welchem Ausmaß dies geschieht, lässt sich aber frühestens im Herbst ermessen, denn in dieser Zeit sinkt die Arbeitslosigkeit üblicherweise deutlich ab“ erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr sei dagegen ein Hinweis darauf, dass sich die konjunkturelle Entwicklung verlangsamt. „Ein Indiz ist auch der Anstieg der Beratungsanfragen von saarländischen Unternehmen zum Thema Kurzarbeit. Ich empfehle insbesondere denjenigen Betrieben, die derzeit rückläufige Auftragseingänge verzeichnen, diese Phase für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu nutzen und sie damit für die Zukunft zu rüsten“, ergänzt Haßdenteufel. Die Qualifizierungsberater des Arbeitgeberservice informierten dazu.

Beim Jobcenter im Landkreis Saarlouis hat sich die Arbeitslosigkeit im August zum Vormonat hin nicht verändert. Sie lag mit aktuell 2838 um 245 unter dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit ist im Bereich der Grundsicherung nicht in nennenswertem Umfang vorhanden. 871 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 77 reduziert. Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen beim Jobcenter ist zudem als langzeitarbeitslos geführt, also bereits länger als ein Jahr gemeldet.

Die Unterbeschäftigung im Landkreis Saarlouis ist gestiegen: Dazu gehören alle, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Im August lag sie mit 7589 Personen um 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. 68,2 Prozent dieser Männer und Frauen sind arbeitslos, die übrigen sind Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde.

Unternehmen der Region haben im August 454 freie Stellen gemeldet, 104 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 729 weniger offene Stellen gemeldet als 2018. Die meisten Jobangebote gab es in der Zeitarbeit, im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe.