April, April

Am 1. April werden traditionell kleine und große Streiche gespielt. In einer Umfrage haben wir Bürger und Besucher von Saarlouis gefragt, welche Späße ihnen schon gelungen sind – und welchen sie selbst zum Opfer fielen.

 AlinePinter
AlinePinter
 Gerhard Weis
Gerhard Weis
 Joshua, Greta und Thomas Heib (von links). Fotos: Barbara Scherer
Joshua, Greta und Thomas Heib (von links). Fotos: Barbara Scherer
 Marie-Marcelle Kunzler (links) und Concetta Zokaro
Marie-Marcelle Kunzler (links) und Concetta Zokaro
 JenniferPinter
JenniferPinter

"Meine Enkelkinder sind ganz euphorisch", lacht Concetta Zocaro, wenn man sie auf den ersten April anspricht. Was Scherze angeht, sind die beiden Enkel der 59-Jährigen aus Überherrn nämlich bereits seit Tagen kreativ und wollten ihr bereits am Mittwoch einreden, es sei schon der erste April. "Sie sind schon seit Tagen am planen, wie sie ihre Familie reinlegen können", schmunzelt Zocaro.

Selbst Opfer eines Aprilscherzes wurde Aline Pinter aus Saarlouis vor einiger Zeit. "Auf der Arbeit kam ein Kollege rein und fragte mich: Was hast du mit deinem Auto gemacht?" Erst als sie in der Tiefgarage ankam, um die vermeintliche Beule zu begutachten, merkte sie, dass sie reingefallen war - und oben warteten die lachenden Kollegen.

Opfer eines ähnlichen Scherzes wurde Jennifer Pinter, 31, die in Kusel wohnt. "Ich wurde einmal angerufen und man sagte mir, dass mein Auto komplett defekt ist", erinnert sie sich. Ein Freund hatte sich als Mitarbeiter der Polizei ausgegeben, gemerkt habe sie es erst, als er den Scherz nach einem langen Telefonat auflöste. Die Revanche ließ jedoch nicht auf sich warten: "Er hatte sich mal eine Jacke maßanfertigen lassen, und da haben wir angerufen und gesagt, dass der Stoff nicht verfügbar sei und die Jacke ein anderes Muster habe."

Für Gerhard Weis aus Hülzweiler sind die Zeiten für Aprilscherze vorbei - als Jugendlicher hat der heute 70-Jährige allerdings viele Streiche umgesetzt. "So mit 15 haben wir jemandem mit Steinen die Haustür zugesetzt", erinnert er sich, "das war jemand, der sehr kinderfeindlich war. Das gab großes Geschrei und viel Schadenfreude."

Keine große Rolle spielt der erste April für Marie-Marcelle Kunzler aus Überherrn. "Wir haben früher auf der Arbeit versucht, den Chef reinzulegen", meint die 65-Jährige aus Überherrn - aber nur mit Kleinigkeiten. "Und wir haben immer die Retourkutsche gekriegt." Auch für Stefan und Ingrid Müller aus Düren ist heute ein Tag wie jeder andere - ohne Streiche. "Früher haben wir das als Kinder schon mal gemacht", meint der 65-Jährige, und die ein Jahr jüngere Ingrid Müller ergänzt: "Konkret kann ich mich aber nicht erinnern."

Ebenfalls nur "in jungen Jahren" hat Thomas Heib Aprilscherze gespielt, Wecker verstellt oder Ähnliches. Auf der Arbeit, meint der 37-jährige Nalbacher, könne jederzeit mit Aktionen zu rechnen sein. Gleiches gilt für seinen Sohn Joshua, der bereits geplant hat. Was genau er vorhat, will der Sechsjährige allerdings nicht verraten.