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Kreistag Saarlouis
Kreistag: Grüne wollen mehr E-Autos

Saarlouis. Ein paar Wünsche hatten die Fraktionen bei der Haushaltssitzung im Saarlouiser Kreistag doch noch. Dabei ging es um eher kleinere Beträge, angesichts eines Gesamtvolumens von rund 280 Millionen Euro im Kreishaushalt 2019. az

Ein Elektroauto nutzt der Kreis Saarlouis seit Ende 2016. In Kooperation mit den Kreisverkehrsbetrieben, KVS, kann er für Dienstfahrten auf einen BMWi3 zurückgreifen. Doch da ist mehr drin, dachten sich drei Fraktionen. Allerdings mit unterschiedlichen Vorstellungen zur Fahrzeugzahl und Antriebsart.


Die Grünen wollten drei zusätzliche Elektroautos. Das passe zum „Null-Emissions-Landkreis“, stellte Grünen-Chef Klaus Kessler dar. Die Stadt Saarlouis habe sogar, einschließlich Betriebshof, zwölf E-Fahrzeuge. Bis zu 20 000 Euro fürs Leasing stellte sich Kessler für die drei Autos vor. „Die große Koalition aus CDU und SPD setzt da nur ein Pünktchen“, kritisierte Kessler deren Vorschlag für lediglich ein zusätzliches Fahrzeug. Dem Antrag der Grünen stimmten nur deren beiden Mitglieder zu.

Der Antrag der CDU und SPD hingegen wurde bei drei Enthaltungen angenommen. Demnach soll ein weiteres E-Fahrzeug angeschafft werden. Und nicht beschränkt auf Stromantrieb, sondern auch auf Alternativen, wie beispielsweise Wasserstoff. Dafür wurden 8000 Euro im Haushalt eingeplant.



Einen Besorgnis erregenden Anstieg rechtsextremer Tendenzen sowie von Antisemitismus beklagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oswald Kriebs. Das Phänomen des rechtsextremen Denkens sah er „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen. Deshalb beantragte seine Fraktion weitere Zuschüsse zur Bekämpfung rechtsradikaler Tendenzen. Um 10 000 Euro auf insgesamt 16 000 Euro aufgestockt, soll die Jugendarbeit bei freien Trägern dieser undemokratischen gesellschaftlichen Entwicklung entgegen wirken.

Um lokale Betriebe im Landkreis zu unterstützen, beantragte die CDU-Fraktion schließlich mehr Geld für die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Untere Saar, WFUS. Der sollen 10 000 Euro bereit gestellt werden. Damit könnte sie die neue Dachmarke „Stark für unsere Region – Deine Fachbetriebe im Landkreis Saarlouis“ weiter aufbauen, erläuterte Andreas Kiepsch. Der Antrag wurde einstimmig bewilligt.