Antifa Saar fordert öffentliches Erinnern an Samuel Yeboah

Antifa Saar fordert öffentliches Erinnern an Samuel Yeboah

Die Antifaschistische Aktion Saar, Antifa-Saar, hat am gestrigen Donnerstag ein Plakat zum Gedenken Samuel Yeboahs vor dem Rathaus Saarlouis angebracht. Auf diesem befindet sich die Inschrift eines Gedenksteins, den die Antifa-Saar bereits seit Jahren fordert.

Samuel Yeboah kam bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Fraulautern am 19. September 1991 ums Leben. Dieser Anschlag war damals bereits der fünfte einer Reihe von Angriffen auf Flüchtlingsheime im Landkreis Saarlouis seit 1987. Einen Monat zuvor wurde eine Flüchtlingsunterkunft in Saarlouis-Roden in Brand gesetzt, im Oktober 1991 eine weitere Unterkunft in Saarlouis , weitere folgten.

"Es gibt keinerlei Erinnerungen an Samuel Yeboah. Es sollte aber würdige Erinnerungen an die Opfer rechter Gewalt geben. Es soll anerkannt werden, dass es sich um einen rassistischen Mord handelt", sagte Alexander Breser der Saarbrücker Zeitung. Die Antifa-Saar betont immer wieder, dass eine öffentliche Aufarbeitung bis heute nicht stattgefunden habe, stattdessen weigere sich die Stadt Saarlouis beharrlich, eben dies anzuerkennen. Auf einer Liste der Bundesregierung, die Gewalttaten mit rassistischem Hintergrund seit 1991 auflistet, sei Yeboah allerdings aufgeführt.

Aus diesem Grund veranstaltet die Antifa-Saar am Samstag, 24. September, eine Gedenk-Demonstration am Hauptbahnhof Saarlouis .

samuel-yeboah.de