Am Anfang waren es Schuhkartons

Über 100 Lebensmitteltüten wurden von den Helfern der Pfarreiengemeinschaft Saarlouis rechts der Saar ausgegeben. Viele Privatpersonen, aber auch Unternehmen unterstützten die Aktion mit Spenden.

Seit etwa zehn Jahren beschert Diakon Franz Hechenblaikner unter dem Motto "Aktion Hoffnung" kurz vor Weihnachten mit seinem ehrenamtlichen Helfern der Pfarreiengemeinschaft Saarlouis rechts der Saar bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Was damals mit gefüllten Schuhkartons begann, hat nun nachdenklich stimmende Ausmaße angenommen. Über 100 prall gefüllte Lebensmitteltüten wurden in diesem Jahr verteilt. Bürgermeisterin Marion Jost, die die Aktion seit längerem tatkräftig unterstützt, half bei der Ausgabe mit.

Rund 80 Frauen und Männer hatten sich schon frühmorgens vor dem Pfarrheim in der Donatusstraße eingefunden. Nach einem kleinen Frühstück konnten nach Anmeldung bei Tanja Warken, Sozialarbeiterin beim Gemeinwesenbüro des Caritasverbandes und der Pfarreiengemeinschaft, die Taschen mit Schinken , Salami , Nudeln, Reis , Eintopfgerichten und anderem abgeholt werden. Für Kinder gab es spezielle Geschenke mit Honig, Schokocreme, Überraschungseiern, Gummibären und einem kleinen Stofftier.

"Wir bekommen neben der großartigen finanziellen Unterstützung von Privatpersonen auch viele Sachspenden von Unternehmen aus dem Stadtgebiet. Auch die Stadt Saarlouis hat immer ein offenes Ohr für uns", sagte der Diakon, der mit den Pfarrsekretärinnen und dem Pastoralteam auch außerhalb der "Aktion Hoffnung" fast täglich Lebensmittel im Pfarrhaus ausgibt.

Über den so genannten Antonius-Korb im Eingangsbereich der Kirche können ganzjährig haltbare Lebensmittel abgegeben werden. Weitere Projekte der Pfarreiengemeinschaft und des Gemeinwesenbüros, das 2017 sein 30-jähriges Bestehen feiert, sind eine Spielzeugtafel im Advent, das "Himmelsbankett" im Pfarrheim Roden , bei dem zweimal im Monat ein Essen für zwei Euro angeboten wird, das regelmäßige kostenlose Frühstück an jedem vierten Freitag im Monat, die integrative Sportgruppe und das "Reparatur-Café" im Gemeinwesenbüro in der Dr.-Manfred-Henrich-Straße 3.