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Monitore in Bussen
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In den Bussen der KVS gibt es jetzt Monitore. Vorgestellt haben das System Axel Umlauf von Plan B, Landrat Patrik Lauer und KVS-Geschäftsführer Andreas Michel (von links).
In den Bussen der KVS gibt es jetzt Monitore. Vorgestellt haben das System Axel Umlauf von Plan B, Landrat Patrik Lauer und KVS-Geschäftsführer Andreas Michel (von links). FOTO: Dennis Luxenburger
Saarlouis. In den 70 Bussen der KVS erhalten Fahrgäste jetzt Informationen über Monitore. Von Barbara Scherer

Das aktuelle Wetter, die Lottozahlen oder auch die Schlagzeilen der Saarbrücker Zeitung: Das und mehr bekommen die Fahrgäste in den Bussen der Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS) jetzt geboten. Denn das Unternehmen hat alle 70 Busse seiner Flotte mit einem Monitor-System ausgestattet. In jedem Bus hängt nun im vorderen Bereich ein Bildschirm mit einer Diagonalen von 19 Zoll, also knapp 50 Zentimetern. Alle 30 Sekunden zeigt er einen neuen Inhalt an – Nachrichten, Zitate, Videos, Bilder und mehr.


Entwickelt hat das System – Gesamtkosten: 160 000 Euro – das Unternehmen Plan B – „unter der besonderen Voraussetzung, dass wir in einem mobilen Fahrzeug unterwegs sind“, erläutert der Geschäftsführer Axel Umlauf. So seien beispielsweise bestimmte Sicherheitsvorschriften einzuhalten und es muss dafür gesorgt werden, dass die Technik immer stabil funktioniert. Viele der Inhalte, die angezeigt werden, aktualisieren sich automatisch über das WLAN, das in den Bussen ohnehin vorhanden sei. „Jede Viertelstunde gibt es neue Nachrichten“, erläutert Umlauf. Genauso wird das aktuelle Wetter automatisch eingespielt. An Inhalten möglich sei vieles – für das kommende Frühjahr sei beispielsweise ein Pollenflugkalender in Planung.

Landrat Patrik Lauer, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der KVS ist, betont: „Wir wollen die Leute nicht nur von A nach B bringen.“ Das Informationsangebot steigere die Attraktivität, genauso wie das WLAN in den Bussen. Potenzial sieht er in den Bildschirmen aber auch für den Landkreis: „Es können über die Bildschirme regionale News eingespielt werden“, sagt er, genauso wie beispielsweise touristische Informationen.



Was die Monitore generell anzeigen, wird in einer Playlist über ein einfaches Management-Tool festgelegt. Diese könne für jeden Bus individuell gestaltet werden. „Gewisse Fahrzeuge sind im Bereich Lebach-Schmelz unterwegs“, sagt Andreas Michel, Geschäftsführer der KVS. In dieses könne dann zum Beispiel andere Werbung geschaltet werden. Das Programm besteht generell zu 40 Prozent aus Informationen und zu 60 Prozent aus Werbung, sagt Umlauf. Insgesamt erreichen die Bildschirme nach Umlaufs Worten etwa 780 000 Zuschauer, sprich: Fahrgäste, in vier Wochen. „Die durchschnittliche Verweildauer im Bus liegt bei 15 Minuten“, ergänzt Michel. Genug Zeit also, um jede Werbebotschaft zwei Mal zu sehen: Die wiederholen sich nämlich alle 7,5 Minuten.