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Alfred Glaesner aus Fraulautern ist tot

Nachruf : Trauer um verdienten Sänger

Der MGV Harmonie 1909 Fraulautern betrauert den Tod seines langjährigen verdienten Sängers Alfred Glaesner. Er starb am 3. Januar im Alter von 92 Jahren.

Alfred Glaesner war als herausragende Persönlichkeit im Bereich Kultur, aber auch im Sport über die Grenzen der Stadt Saarlouis hinaus bekannt. Als Geschäftsführer im Kulturbeirat der Stadt Saarlouis war er maßgeblich beteiligt an der Entstehung von Partnerschaften mit St. Nazaire oder Eisenhüttenstadt, wo „seine“ Harmonie als erster Chor aus dem Westen bei den Oderfestspielen auftreten durfte.

Der Chorgesang und der MGV Harmonie Fraulautern waren seine große Liebe, mehr als 75 Jahre sang er dort im Tenor. In der Harmonie war er seit 1952 unter seinem Vater Fritz Glaesner 18 Jahre Geschäftsführer, bevor er für 26 Jahre den Vorsitz übernahm. Unter seiner Regie gab es viele anspruchsvolle Konzerte, unter anderem mehrfach bei der Saarlouiser Woche. Alfred Glaesner, zwischenzeitlich zum Ehrenvorsitzenden ernannt, erhielt bereits 1997 für sein kulturelles Wirken das Bundesverdienstkreuz, auch vom Saarländischen und vom Deutschen Chorverband wurde er für seine Verdienste um den Chorgesang vielfach ausgezeichnet.

In Fraulautern geboren, verschlug es Alfred Glaesner bedingt durch den Krieg in jungen Jahren nach Oberschlesien, wo er in Obernigk bei Breslau seine Lehrerausbildung begann und auch seine spätere Frau Irene kennen lernte. 1944 wurde er mit 17 Jahren eingezogen und nur acht Tage vor Kriegsende in Berlin schwer verwundet.

Nach russischer Gefangenschaft, Abschluss des Studiums und erster Lehrertätigkeit im Harz kam er 1950 in die Heimat zurück, legte eine weitere Prüfung ab und trat 1952 seinen Dienst an der Kreuzbergschule in Fraulautern an. Seit 1964 bis 1986 war er Schulleiter an der Grundschule in Beaumarais.