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Aktuelles zum Thema Demenz stand im Blickpunkt

Aktuelles zum Thema Demenz stand im Blickpunkt

Präventive Maßnahmen, Medikamente, begleitende Maßnahmen – die verschiedensten Aspekte der Demenzforschung und -therapie kamen bei dem Kongress zur Sprache. Ausgerichtet hatte den Kongress der Demenz-Verein Saarlouis, unterstützt von zahlreichen Partnern.

Bei der 18. Auflage des zweitägigen "Internationalen Demenzkongresses Saar-Lor-Lux" in der Rodener Kulturhalle ging es nicht nur um das Erkennen der Krankheit und den Umgang mit den dementen Menschen, sondern auch um die Prävention.

Hoffnung für "Alzheimer-Mäuse"

Professor Dr. Tobias Hartmann verblüffte die rund 240 Gäste mit seiner Aussage, dass es ganz viele Ansätze gebe, das Gehirn von "Alzheimer-Mäusen" zu heilen, nicht aber das des Menschen. Der Wissenschaftliche Direktor des Deutschen Instituts für Demenzprävention (DIDP) in Homburg vertritt die Ansicht, dass die Forschung in den letzten Jahrzehnten bei der bereits ausgebrochenen Krankheit ansetze, die das Gehirn längst irreversibel geschädigt hatte. Man habe sehr viel Zeit mit der Erforschung von Medikamenten zugebracht. Besser wäre es gewesen, sich auf die schwierigen präventiven Maßnahmen zu konzentrieren.

Wie Dagmar Heib , Vorsitzende des Demenzvereins Saarlouis ausführte, informiere der vom Demenz-Verein Saarlouis in Zusammenarbeit mit der Landesfachstelle Demenz , der Leitstelle Älterwerden des Landkreises Saarlouis, der Seniorenmoderatorin der Kreisstadt Saarlouis, dem saarländischen Hausärzteverband, dem Sozialverband VdK Saarland, dem Pflegestützpunkt des Landkreises Saarlouis, der Deutschen Alzheimergesellschaft - Landesverband Saarland und der Association Luxembourg Alzheimer durchgeführte 18. Internationalen Demenzkongress Saar-Lor-Lux in der Rodener Kulturhalle über die neuesten medizinischen Erkenntnisse, habe sich aber zum Schwerpunkt gesetzt, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern und dem Fachpersonal wie auch den betreuenden Angehörigen Hilfsangebote zu unterbreiten.

Astrid Gerke-Müller, Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft, Landesverband Saarland, und Bernd Seiwert, Abteilungsleiter im Sozialministerium, lobten den Landkreis Saarlouis, der ein Vorbild dafür sei, wie man vernetzt arbeite. Landrat Patrik Lauer : "Im Landkreis Saarlouis haben wir die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt: Hier wurde schon früh begonnen, für demenzkranke Menschen und deren pflegende Angehörige Betreuungs- und Beratungsangebote zu schaffen. Im Schulterschluss mit dem Demenzverein Saarlouis haben wir ein geronto-psychiatrisches Netzwerk aufgebaut. Die "Plattform Demenz " vernetzt, bündelt und optimiert die vorhandenen Angebote für demenzkranke Menschen."

Dank vom Oberbürgermeister

"Hier geht es um eine Krankheit, die mir persönlich große Angst macht", gestand der Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz. Er dankte den Veranstaltern, die Jahr für Jahr auf diese Krankheit aufmerksam machen, den Referenten, die ihre neuesten Erkenntnisse vorstellen und den Teilnehmern, die das neu gewonnene Wissen in die Tat umsetzen wollen.