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7994 Frauen und Männer haben keinen Arbeitsplatz

7994 Frauen und Männer haben keinen Arbeitsplatz

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Saarlouis ist im März saisonbedingt gesunken. Sie lag mit rund 5660 auch bedeutend niedriger als vor einem Jahr. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind laute Agentur gut.

Im März waren im Landkreis Saarlouis 5662 Menschen arbeitslos gemeldet, 171 weniger als im Februar und 444 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent verringert.

"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März ist üblich und vor allem saisonbedingt", beurteilt Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland, die Entwicklung. Bereits jetzt sind bei der Agentur für Arbeit deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet. Dies ist schon ein Hinweis darauf, dass am Ende des Vermittlungsjahres aufgrund der demografischen Entwicklung nicht alle Ausbildungsstellen besetzt sein werden. Laut Haßdenteufel lohnt sich deshalb für die Firmen auch ein Blick auf Jugendliche oder junge Erwachsene, deren Potenziale bisher noch nicht genutzt werden.

Die Unterbeschäftigung - Arbeitslose plus Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und solche, die nicht als Arbeitslose gezählt werden - lag im März bei 7994 Frauen und Männern Personen. Das waren 3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitgeber haben im aktuellen Monat rund 500 neue Stellen gemeldet, 9 Prozent mehr als im Vormonat und 12,9 Prozent mehr als im März 2015. Aktuell stehen 1400 freie Jobs zur Verfügung. Besonders gesucht werden Arbeitskräfte in den Berufsbereichen Produktion und Fertigung, Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, Verkehr und Logistik, Verkauf und Tourismus sowie Unternehmensführung und -organisation.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt sieht es gut aus. Am statistischen Zähltag im März waren noch 730 Stellen unbesetzt. Dem stehen 414 Jugendliche gegenüber, die noch unversorgt sind. "Jugendliche, die aktuell noch keine Lehrstelle gefunden haben, sollten sich nicht entmutigen lassen", rät Haßdenteufel. "Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung und es bestehen gute Chancen, noch an eine Ausbildungsstelle zu kommen." Spätestens jetzt sollten die Jugendlichen das Beratungsangebot der Agentur in Anspruch nehmen, damit sie nicht in Zeitnot geraten. Dabei sei es besonders wichtig, sich nicht zu stark auf einen einzigen Wunschberuf festzulegen, sondern frühzeitig mögliche Alternativen auszuloten, sagt Haßdenteufel und verweist auf Beratungsangebote und Hilfen der Agentur.

Kontakt: Ein Termin bei der Berufsberatung kann über die kostenfreie Hotline (08 00) 4 55 55 00, beim Berufsberater in der Schule oder vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbart werden. Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten, können sich an den Arbeitgeber-Service (08 00) 4 55 55 20 wenden.