22 Kinder- und Jugenchöre aus ganz Deutschland waren zu Gast in Saarlouis

Saarlouis · Kinderstimmen überall, und dann noch so schöne, waren gestern in der Saarlouiser Innenstadt zu hören. 22 Kinder- und Jugendchöre waren zu Gast und erfreuten mit ihrem Gesang nicht nur Weihbischof Brahm.

 Spontan sangen Chöre aus Neuenkirchen und Telgte gemeinsam auf dem Großen Markt. Fotos: Merkel

Spontan sangen Chöre aus Neuenkirchen und Telgte gemeinsam auf dem Großen Markt. Fotos: Merkel

 So viele Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland feierten wohl bisher nur selten in St. Ludwig gemeinsam die Heilige Messe.

So viele Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland feierten wohl bisher nur selten in St. Ludwig gemeinsam die Heilige Messe.

Trotz tropischer Temperaturen bekam gestern Vormittag Saarlouis Oberbürgermeister Roland Henz doch tatsächlich Gänsehaut. Die kam nicht etwa von dem angenehm kühlen Klima in der Pfarrkirche St. Ludwig, sondern vielmehr vom Gesang der mehr als 400 Nachwuchssängerinnen und Sängern, die mit ihren Chören aus ganz Deutschland für einen Tag nach Saarlouis gereist waren.

Anlässlich des 7. Deutschen Chorfestivals der Pueri Cantores in Trier, bei dem mehr als 3000 Kinder und Jugendliche zu Gast waren, machten gestern 22 Chöre mit ihren Begleitpersonen in Saarlouis Station. Und während das Festival in der ältesten deutschen Stadt gleich fünf Tage lang klingende Zeiten mitbrachte, profitierte gestern die Europastadt und zugleich "heimliche Hauptstadt des Saarlandes", wie Pastor Heinz Haser erklärte, von der Nähe zu Trier. "Die Welt braucht die Stimmen der Kinder, ihr seid unsere Zukunft", erklärte Roland Henz in seiner Begrüßung.

Zuvor hatte Jugendpfarrer Christian Heinz schon für viel Jubel in der Kirche gesorgt, als er nämlich die Chöre aus den teilnehmenden Bundesländern, darunter auch schon einige, die in den Sommerferien sind, begrüßte. Beim Einzug von Weihbischof Robert Brahm war die Stimmung feierlich, und wie während der gesamten Messe, zugleich auch jugendlich unbeschwert.

Eröffnet wurde der Gottesdienst mit dem Stück "Gott rief diese Welt ins Leben" - und um das Leben, um die Liebe und den Glauben drehte sich auch die Messe. Dass diese Botschaft, die Freude am Singen und die Liebe aber nicht nur in der Kirche bleibt, dafür sorgte schon am Vormittag die symbolische Geste von Christian Heinz, der ein langes, orangenfarbenes Band bis hinaus auf den Großen Markt spannte. Ihm folgten nach der Messe die Chöre , die, nach einem Mittagessen gut gestärkt, an vielen Orten, bevorzugt an den schattigen, der Stadt, aber auch in Einrichtungen wie etwa der Senioren-Sonnenresidenz der Awo für musikalische Genüsse sorgten. Im Gottesdienst bewies der Nachwuchs unter der Gesamtchorleitung von Volker Klein, der am Dirigentenpult ganz schön ins Schwitzen kam, dass er neben modernen Kirchenliedern durchaus auch viel Freude an lateinischen Gesängen hat. Die Freude am Gesang teilen die Jungen und Mädchen, das war unschwer zu erkennen, mit Weihbischof Brahm, der sich zu einigen Soli hinreißen ließ und dafür in seiner Predigt einen Sonderbeifall bekam.

Während der Nachmittag vor allem durch die große Hitze beherrscht war, konnten sich die Kinder- und Jugendchöre dann wieder bei kühleren Temperaturen in St. Ludwig von Saarlouis verabschieden.

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