1017 potenzielle Lebensretter registriert

1017 potenzielle Lebensretter registriert

Körprich. Der 1000 Spender, Harald Kohr von der Polizei in Dillingen, wurde mit großem Jubel begrüßt. "Unser Ziel war es, 1000 mögliche Stammzell-Spender zu finden", berichtet Lothar Schmidt, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland und Mitorganisator der Typisierungsaktion. Und die Erwartungen wurden sogar knapp übertroffen

Körprich. Der 1000 Spender, Harald Kohr von der Polizei in Dillingen, wurde mit großem Jubel begrüßt. "Unser Ziel war es, 1000 mögliche Stammzell-Spender zu finden", berichtet Lothar Schmidt, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland und Mitorganisator der Typisierungsaktion. Und die Erwartungen wurden sogar knapp übertroffen. Insgesamt 1017 Menschen kamen in die Michaelshalle in Körprich, um sich als mögliche Stammzell-Spender registrieren zu lassen.Wie Birgit Mechenbier aus Körprich. "Der Sohn von Dirk Schnubel ist so alt wie mein Sohn. Daher kenne ich auch die Familie. Da war es eine Ehrensache, hierher zu kommen", erklärt sie. Viele Menschen aus dem Ort waren in der Michaelshalle. "Es gibt glaube ich jetzt kaum jemanden mehr in Körprich, der nicht typisiert ist", freut sich Monika Reichert, Freundin der Familie Schnubel und Mitorganisatoren der Aktion.

Doch auch aus anderen Teilen des Saarlands kamen die potenziellen Lebensretter. Etwa Silke Dewes-Brandstätter aus Reimsbach. Die hat über Facebook und ihren Mann, der bei der Polizei arbeitet, von der Typisierungsaktion in Körprich erfahren. Dewes-Brandstätter: "Ich wollte mich immer schon typisieren lassen. Heute hat es zeitlich endlich mal geklappt." Auch Michael Natale aus Schwalbach ist extra nach Körprich gefahren. "Ich habe auf einem Treffen der IG Metall von der Typisierung erfahren. Ein Freund von Dirk Schnubel hat dort für die Aktion geworben", berichtet er.

Viele halfen auch mit Spenden aus. 24 000 Euro kamen am Sonntag zusammen. 5000 Euro davon alleine vom Polizeihilfsfonds und 2500 Euro von "Bike & Help", der Hilfsorganisation der saarländischen Bereitschaftspolizei.

Die Beamten haben am Sonntag geholfen, wo sie konnten. 100 Polizisten aus dem ganzen Land waren dabei, wiesen Autos auf dem Parkplatz ein, erledigten die Schreibarbeit bei der Typisierung und am Spendentopf. Darüber freute sich auch Monika Reichert: "Es ist toll, diese Solidarität zu erleben."

Auf einen Blick

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei ist auch weiter auf Spenden angewiesen, denn jede Typisierung kostet 50 Euro. Das DKMS-Spendenkonto: 626 67 04 bei der Kreissparkasse Saarlouis, BLZ 59 35 01 10.

Wer die Typisierung gestern verpasst hat, kann bei der DKMS Wattestäbchen bestellen, um sich selbst Speichelproben zu entnehmen.

Infos im Internet. dög

dkms.de