10-jährige Verbindung von Tag für Afrika und Fünfer-Fest

MPG: Tag für Afrika und Fünfer-Fest : Seit 10 Jahren: Der Tag für Afrika

Alte und neue Fünftklässler am Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis brachten bislang 45 000 Euro auf.

Die Aktion Tagwerk organisiert jährlich eine bundesweite Kampagne, die unter dem Namen „Dein Tag für Afrika“ läuft. An diesem Tag engagieren sich Schüler aus Deutschland mit verschiedenen Projekten für gleichaltrige Kinder in Afrika. Aufgrund der Verbindung von Iris Kohls zum Land Ruanda unterstützen die Spendengelder des MPG so genannte Kinderfamilien in Ruanda. Bei ihnen handelt es sich um Kinder, die ohne ihre Eltern und ohne Ressourcen aufwachsen, sodass eines der älteren Geschwisterkinder die Verantwortung alle trägt. Die Spenden helfen den Kindern in ihrem Alltag, wobei das Hauptaugenmerk auf der Bildung liegt, die ermöglicht werden soll.

Beim so genannten Fünfer-Fest am Ende eines jeden Schuljahres werden die jetzigen Viertklässler, die ab dem neuen Schuljahr am Max-Planck-Gymnasium die fünfte Klasse besuchen, willkommen geheißen. Die jetzigen Schüler der fünften Klassen sind die Gastgeber der Veranstaltung und laden die Grundschüler mit selbstgeschriebenen Briefen ein. Iris Kohls beschreibt, dass man das Thema des Tages für Afrika politisch vor den Kindern jedoch nicht all zu hoch hängen möchte: „Wir wollen mit der Schule etwas unterstützen, das langfristige Wirkungen hat. Der Bildungsaspekt liegt im Vordergrund.“

Alle Fünfer-Klassen bekommen zunächst einen afrikanischen Ländernamen zugewiesen, um die Identifikation mit dem jeweiligen Land herzustellen. Damit auch Ruanda kein abstraktes Land bleibt, bringt Iris Kohls den Klassen wenige Worte auf Kinyarwanda (auch: ruandisch) bei. Anhand des zugewiesenen Landes erhalten die Klassen Trikots in der jeweiligen Landesfarbe, mit denen sie auf dem Fußballplatz des MPG in einem Turniermodus in den Sportstunden oder nach der sechsten Schulstunde gegeneinander antreten.  Uwe Müller, Lehrer für Englisch und katholische Religion, leitet im Rahmen des Turniers die sportlichen Anforderungen. Das Finale findet dann im Rahmen des Fünfer-Festes und des Tages für Afrikas am 6. Juni statt.

Zusätzlich gibt es an diesem Tag viele weitere Aktionen mit Mitmachspielen. Der Senegalese Max Bousso bietet Trommel-Workshops an, in denen er kleinen Gruppen innerhalb von 15 Minuten zeigt, wie man trommelt.

Zudem werden Sponsorenkarten verteilt. Jeder Schüler kann darauf innerhalb von zwei Wochen so viele Sponsoren wie möglich sammeln. Die Schüler kommen dabei auf die besten Ideen. So schlägt eine Schülerin vor, auf der Geburtstagsfeier ihrer Mutter noch die Gäste um Spenden zu bitten. Ein anderer Schüler fragt Iris Kohls, ob er nicht in der Nachbarschaft den Rasen mähen dürfe, um zusätzliche Spendengelder zu erhalten.

Die Botschaft, die durch die Verbindung des Fünfer-Festes mit dem Aktionstag vermittelt wird, beschreibt Iris Kohls wie folgt: „Die Schule dreht sich nicht nur um sich selbst, sondern es gibt einen Fokus nach außen.“

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