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Rodena Saarlouis Roden wird zehn Jahre und stellt Buch vor

Was in Roden steckt : Scharfrichter und Rotes Meer in Roden

Seit zehn Jahren gräbt der Heimatkundeverein Rodena Spannendes aus der Geschichte des größten Stadtteils von Saarlouis, Roden, aus. Zum Geburtstag legt er ein weiteres Buch vor.

Der Rodener Heimatkunde-Verein Rodena kann auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass lädt der Verein zur Vorstellung seines jüngsten Buchprojektes am Donnerstag, 9. Mai, 19 Uhr, in das Mehrgenerationenhaus im Stadtteil Steinrausch, Konrad-Adenauer-Allee 138, ein. Der Titel des Buches lautet „Aus dem Rodener Gedächtnis“. Autor ist Walter Schmolenzky.

Der 79-jährige, pensionierte Beamte lebt sein 1959 in Bad Honnef, stammt aber aus Roden. In seinem Buch mit 80 Seiten, das den Untertitel „In alten Akten und Büchern geblättert“ trägt, stellt Schmolenzky zwölf ausgewählte Ereignisse aus der Historie von Roden vor. „In dem kleinen Büchlein schildere ich in lockerer Erzählform interessante Geschichten aus dem Rodener Gedächtnis und ergänze diese mit eigenem Gedankengut“, sagt Schmolenzky.

Alte Karten, Bilder und historisches Schriftgut komplettieren die Erzählungendes Autors, der bereits 2016 ein ähnliches Buch geschrieben hatte. „Mit den Texten möchte ich Leser ansprechen, die sich für Roden und seine Vergangenheit interessieren“,sagt Schmolenzky. So beschäftigt sich der Wahl-Rheinländer mit saarländischen Wurzeln in seinem jüngsten Werk unter anderem mit den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Roden.

In anderen Kapiteln geht Schmolenzky auf den Rodener Kirchenbasar von 1949, das „Rote Meer“ in der Saaraue, den „Deiwelsstähn“ auf dem Steinrauschhang sowie den Rodener Scharfrichter und Wasenmeister ein. In einem weiteren Kapitel berichtet Schmolenzky über die frühere Rodener Ziegelei. Ebenso beleuchtet der Autor die Frage, wie wahrscheinlich es ist, ob Wölfe wieder in seine saarländische Heimat zurückkommen. Schmolenzky ist einziges Ehrenmitglied des Heimatkunde-Vereins Rodena. Anlässlich der Buchpräsentation im Mehrgenerationenhaus Steinrausch werden Landrat Patrik Lauer und der Landtagsabgeordnete Raphael Schäfer einige Passagen vorlesen.

Das Buch „Aus dem Rodener Gedächtnis“ kann nach der Präsentation beim herausgebenden Verein Rodena sowie in der Drogerie Herresthal und bei Emanuel Media zum Preis von 9,95 Euro erworben werden. Der Erlös aus dem Verkauf ist für wohltätige Zwecke bestimmt.

Walter Schmolenzky Foto: Dieter Lorig

Von Anfang an dabei


Rodena ist von Rosa-Maria Kiefer-Paulus seit seiner Gründung im Mai 2009 maßgeblich geprägt worden. Die 64-jährige Bürokauffrau ist von Anfang an bis heute als erste Vorsitzende des Vereins vielfältig engagiert. „Ich habe mich immer schon für heimatgeschichtliche Zusammenhänge, historische Dokumente und alte Fotos interessiert“, erzählt Kiefer-Paulus. Gemeinsam mit ihrem fünfköpfigen Kernteam organisiert die rührige Vorsitzende permanent Vortragsveranstaltungen, Filmvorführungen, Ausstellungen, die Herausgabe heimatgeschichtlicher Schriften sowie Exkursionen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren.

Rodena ist ein gemeinnütziger und eingetragener Verein. „Laut unserer Satzung sind wir verpflichtet, die Heimatgeschichte und das Interesse an kulturellen und geschichtlichen Aspekten zu fördern“, erzählt die Rodena-Vorsitzende.

Rodena-Vorsitzende Rosa-Maria Kiefer Paulus Foto: Dieter Lorig

Derzeit entwickelt der Verein gemeinsam mit dem Historiker Helmut Grein ein neues und einheitliches sowie frei nutzbares Wappen für Roden. „Der Entwurf des Wappens wird im Anschluss an die Buchvorstellung erstmals öffentlich vorgestellt “, bestätigt Kiefer-Paulus. Im zweiten Schritt soll der Stadtrat dann über die Einführung entscheiden. Dem Rodener Heimatkunde-Verein Rodena gehören derzeit 75 Mitglieder an.

www.rodena.org