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Verstorbener: Zum Tod von Hermann Schellenbach

Verstorbener : Zum Tod von Hermann Schellenbach

Von Erhard Grein

Trauer in Fürweiler: Im Alter von 92 Jahren ist der Fürweiler Hermann Schellenbach gestorben. Als gebürtiger Fremersdorfer heiratete er in eine der alten Fürweiler Familien ein. Im Zweiten Weltkrieg verbrachte der gelernte Polsterer seine Kriegsgefangenschaft in England. In seinem späteren Berufsleben war er über 20 Jahre lang bei der Dillinger Hütte tätig.

Was ihn besonders beliebt machte, war seine bedächtige, abwägende und stets auf Ausgleich bedachte Art. Hermann Schellenbach bewegte sich in seinem Leben zwischen mehreren Ebenen: Familientreue, christliche Überzeugung, Naturverbundenheit, Heimatliebe und eine unverbrüchliche Freundschaft zu Lothringen. Hierzu gehörten sowohl die Verbundenheit mit Schwerdorffs Maire Pierre Divo als auch die Bemühungen zum Bau der „Brücke der Freundschaft“ zwischen Fürweiler und Schwerdorff. Jahrzehntelang gehörte er unter anderem dem Kirchenvorstand und dem Kirchenchor, dem Obst- und Gartenbauverein und dem Imkerverein an. Schon als Kind hatte er sich für die Honigbienen interessiert. Als erfolgreicher Imker war er im saarländisch-lothringischen Grenzraum ein gefragter Fachmann. Hermann Schellenbach engagierte sich auch partei- und kommunalpolitisch. Über 40 Jahre lang gehörte er der CDU an. Von November 1968 bis zum 31. Dezember 1973 war er Mitglied des Gemeinderates Fürweiler, danach Mitglied des Ortsrates. Von Oktober 1978 bis August 1985 übte er das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers und bis Juli 1994 das des Ortsvorstehers aus. In der Historie von Fürweiler bleibt er in besonderer Erinnerung als ein akribischer Chronist der Fürweiler Heimatgeschichte.

Das Sterbeamt mit Beisetzung ist am Donnerstag, 2. November, 14.30 Uhr, in der Fürweiler Kirche. „Maria Hilfe der Christen“.