Wikingerboot läuft vom Stapel

Siersburg. Es wird spannend am Samstag beim Stapellauf eines Wikingerbootes an der Nied - auch wenn es dabei nicht um eines der imposanten Langboote geht, mit rot-weiß gestreiftem Segel und eindrucksvollen Schilden an den Seiten. Was die "Skumrytter" in monatelanger Arbeit gebaut haben, ist knapp acht Meter lang und um die 2,1 Meter breit

Siersburg. Es wird spannend am Samstag beim Stapellauf eines Wikingerbootes an der Nied - auch wenn es dabei nicht um eines der imposanten Langboote geht, mit rot-weiß gestreiftem Segel und eindrucksvollen Schilden an den Seiten. Was die "Skumrytter" in monatelanger Arbeit gebaut haben, ist knapp acht Meter lang und um die 2,1 Meter breit. Um ein so genanntes Foering handelt es sich dabei, eine Art Lastenschiff. Bis zur Bordkante ist es etwa 80 Zentimeter hoch, die Wasserlinie wird bei 40 Zentimetern liegen. Bei einem Gewicht von um die 600 Kilogramm soll es acht bis zehn Personen aufnehmen können. Aus Douglasienholz besteht das Foering, mit Planken von 17 Millimetern Dicke. In einer Halle in Siersburg ist es entstanden, abgeschaut von Originalschiffen einer Wikingerausstellung in Speyer. Und trotz Leuten vom Fach, darunter ausgebildete Schreiner, stellte mancher Arbeitsschritt eine Herausforderung dar. So das Anbringen der Planken, die vom Kiel zur Bordwand hin in die richtige Form gebracht werden mussten. Sind die Mannen von "Skumrytter" nun nervös, so kurz vor dem Stapellauf? "Ich habe da keine Bedenken", sagte Dominik Tholey am Dienstag. Denn dass dieses Boot wasserdicht ist, zeigte sich schon während Regenschauern bei den Mittelaltertagen auf der Siersburg. "Zumindest raus läuft da nichts", hieß es damals scherzhaft. Inzwischen sei das Foering zusätzlich geölt worden, um die Planken richtig wasserdicht zu machen. Der Stapellauf des Wikingerbootes soll am Samstag, 31. Oktober, gegen 14 Uhr an der Niedtalhalle stattfinden.

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