Wenige Menschen - spektakuläre Natur

Die Strecke von dem weit von allem abgelegenen Perth bis zu der tropischen Stadt Darwin beträgt 4442 Kilometer. Zwischen Start und Ziel unserer Reise liegen riesige Gebiete voller spektakulärer Natur, unzähliger Tiere und sehr wenigen Menschen. In der Region des Kimberley zum Beispiel leben etwa 26 000 Personen auf einer Fläche, die ungefähr drei Mal so groß ist wie England

Die Strecke von dem weit von allem abgelegenen Perth bis zu der tropischen Stadt Darwin beträgt 4442 Kilometer. Zwischen Start und Ziel unserer Reise liegen riesige Gebiete voller spektakulärer Natur, unzähliger Tiere und sehr wenigen Menschen. In der Region des Kimberley zum Beispiel leben etwa 26 000 Personen auf einer Fläche, die ungefähr drei Mal so groß ist wie England.Viele der Bewohner dieses wilden Landes gehören zu den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, von denen ein großer Teil leider immer noch unter den Folgen der Diskriminierungen in der Vergangenheit zu leiden scheint. Das Klischeebild des fröhlichen, Didgeridoo-spielenden und bunte Bilder malenden Menschen, der seine Kultur lebendig hält, trifft nur in wenigen Fällen zu. Es ist traurig, wie wenig die Aborigines in der Gesellschaft integriert zu sein scheinen, wie viele arbeitslos sind und wie oft man sie betrunken in der Öffentlichkeit erlebt. Vielleicht haben wir in der Wüste die Gelegenheit, mehr über ihr traditionelles Leben jenseits der Städte zu erfahren.

Zum Glück nehmen Larissa und ich auf unseren langen Roadtrip zwei Freunde mit, die sich ein bisschen besser mit den technischen Aspekten unseres Autos auskennen und uns im Outback nicht alleine lassen werden! Heute beginnt die Fahrt und wir sind alle sehr gespannt, welche Abenteuer uns erwarten. Die Routenplanung ist wie immer spärlich. Immerhin haben wir unseren kleinen Van gerade von oben bis unten mit Essen und Trinken gefüllt, also werden wir zumindest weder verhungern noch verdursten. Hoffentlich hüpft uns kein Känguru vor das Auto.

Carmen Altmeyer aus Siersburg (Foto: Jenal) ist 18 Jahre alt und schon eine Weltenbummlerin. Gerade aus Bolivien zurück, packte sie Ende Februar ihre Sachen für Australien. Am 1. März flog sie ans andere Ende der Welt, wo sie ein halbes Jahr lebt und arbeitet. Wie es ihr dort ergeht, schreibt sie der SZ in vielen E-Mails.