Neuer Wohnraum in Siersburg : Zehn Wohnungen warten auf neue Mieter

Der Bau in der Siersburger Burgstraße ist fertig. Weitere soziale Wohnungen sollen folgen.

In diesem Monat könnten die ersten Mieter in den Neubau in der Siersburger Burgstraße einziehen. Dort stehen zehn Wohnungen bereit, die anlässlich des sozialen Wohnungsbaus errichtet wurden. Im März 2017 erfolgte der offizielle Spatenstich, im Dezember segnete Dechant Ingo Flach die Räume. Die sind über zwei Etagen verteilt mit Größen von 85 bis 90 Quadratmetern. Sie bestehen aus je einem Wohnzimmer mit integrierter Küche, Bad und WC sowie Elternschlafzimmer und Schlafzimmern für Kinder. Letzteres betonte Bürgermeister Martin Silvanus als einen wesentlichen Aspekt. Denn er sehe die „Notwendigkeit, dass von kommunaler und staatlicher Seite bezahlbare, familien- und behindertengerechte Wohnungen geschaffen werden“. Zumal die Nachfrage nach diesen Wohnungen „enorm groß“ sei.

Über ein weiteres Wohnprojekt dieser Art und Größe in der Gemeinde müsse nachgedacht werden, meinte Silvanus. Dazu gibt es mit dem sogenannten Projekt „Eichertswald I“ bereits Vorüberlegungen. Im Gespräch sind zwei Gebäude mit je vier Wohnungen. Auch Ortsvorsteher Reinhold Jost kritisierte, „dass in den vergangenen 25 Jahren bundesweit zu wenig getan wurde im sozialen Wohnungsbau“. Solche Projekte seien zudem geeignet, den ländlichen Raum zu stärken.

Der Komplex in der Burgstraße umfasst im Erdgeschoss eine rollstuhlgerechte Wohnung sowie vier barrierefreie Wohnungen. Den Mietpreis im Gebäude gibt die Gemeinde mit etwa sechs Euro pro Quadratmeter an. Etwa ein Drittel der Wohnungen sei für Familien von Asylbewerbern mit Aussicht auf Bleiberecht, stellte Silvanus dar. Die anderen Wohnungen halte man für Familien mit einheimischen Wurzeln vor.

Der neue Wohnkomplex in der Burgstraße mit zehn Wohnungen auf zwei Etagen. Foto: Johannes Bodwing

Gebaut wurde von März bis November 2017. Die übergroße Anzahl der Firmen stammte aus dem Saarland, sagte Rita Gindorf-Wagner, Geschäftsführerin der Landesentwicklungs-Gesellschaft (LEG). Das Projekt kostete 1,7 Millionen Euro. Nach Abzug von rund 500 000 Euro Fördermitteln bleibt ein Eigenanteil der Gemeinde von 1,2 Millionen Euro. Die Summe wurde über einen längerfristigen Kredit finanziert.