Siersburger und Rodener mit gemeinsamem Konzert

Konzert : Lyrische Melodien und James Bond

Eine große musikalische Bandbreite präsentierten die Musikfreunde Siersburg und der Musikverein Roden beim Konzert.

Der Verein der Musikfreunde Siersburg und der Musikverein Roden hatten am vergangenen Wochenende unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Charley Shearer zum Herbstkonzert in die Siersburger Niedtalhalle eingeladen. Die beiden Orchester sind seit langem miteinander verbunden und dadurch auch befähigt, hohen musikalischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Erwartungen der Konzertbesucher waren deshalb wiederum hoch. Eine riesige Enttäuschung gab es allerdings bei den Siersburger Musikerinnen und Musikern bei der Zahl der Besucher: Weniger als 150, darunter immerhin relativ viele von außerhalb der Niedtalgemeinde. Marco Michel begrüßte als erster Vorsitzender der Musikfreunde Siersburg die Besucher. Der Siersburger Ortsvorsteher und saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, führte wiederum als Moderator durch das Programm.

Mit „Amparito Roca“, einem der berühmtesten Vertreter der sogenannten Pasodoble-Märsche des spanischen Komponisten Jaime Texidor stellte Charley Shearer eingangs die instrumental ausgewogene Orchestergemeinschaft der Siersburger und der Rodener vor. Für seine subtil feine Art ohne jegliche Effekthascherei ist Shearer bekannt und anerkannt.

„Zeitlos“, also nicht „Atemlos“, von Martin Scharnagl bot Platz für einfühlsame und lyrische Melodien, die diese Polka fast schon sinfonisch machen. „Abba Gold“ im Arragement von Ron Sebregts wurde angenehm flüssig mit stilgerechten Übergängen serviert. Bevor es in die Pause ging, richtete man sich mit „André Rieu in Concert“ vor allem an die älteren Besucher. „Live and Let Die“ (Leben und Sterben lassen) war im Herbstkonzert in der Niedtalhalle eine gut gelungene Mischung aus berühmtesten James-Bond-Filme in der Form von Pop Ballade, Reggae und Rock.

Es gab dann leider einen Wermutstropfen: Das mit Spannung erwartete „Celtic Flutes“ von Kurt Gäble musste wegen der Erkrankung der 1. Flötistin des Orchesters aus dem Programm genommen werden.

Der Arrangeur Kurt Gäble kam dann aber noch zu Gehör. Es gab von dem Orchester eine außergewöhnliche Erinnerung an Udo Jürgens. Da gab es an diesem Abend viele musikalische Rückblicke, beispielsweise der großen Musikerfolge wie „17 Jahr“, „Aber bitte mit Sahne“ und „Griechischer Wein“.

Natürlich darf bei einem Konzert der Marsch nicht zu kurz kommen, deshalb wurde dem Publikum der „Fliegermarsch“, den Herrmann Dostal 1912 für das Fliegerkorps Österreich-Ungarn komponierte, dargeboten.

Mehr von Saarbrücker Zeitung