Siersburg muss wieder zittern

Vor 14 Tagen sah es noch so aus, als habe Fußball-Saarlandligist FV Siersburg den Ligaverbleib so gut wie in trockenen Tüchern. Doch jetzt ist es wieder eng für den FVS geworden. Lokalrivale FSV Hemmersdorf rückte bis auf zwei Punkte heran.

Es muss wieder gezittert werden beim FV Siersburg . Zwei Spieltage vor dem Saison-Ende hat der FVS nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den möglichen Abstiegsplatz 16. Dort steht der Lokalrivale FSV Hemmersdorf, der vor 14 Tagen noch satte sieben Zähler weniger als Siersburg hatte. "Dass es noch einmal so eng würde, damit haben wir in der Tat nicht gerechnet", sagt Siersburgs Spielausschuss-Vorsitzender Heiko Kind.

Während seine Elf in den vergangenen zwei Begegnungen nur einen Punkt holte, gelangen Hemmersdorf zwei Siege. "Seit der 1:4-Niederlage im Derby in Hemmersdorf vor ein paar Wochen hat bei uns ein wenig das Feuer gefehlt", moniert FV-Kapitän Fabio Groß. Seitdem hat sein Team auch kein Spiel mehr gewonnen, zwei Remis und zwei Niederlagen stehen zu Buche. "Trotzdem haben wir noch einen Vorsprung, und den wollen wir unbedingt verteidigen", sagt Groß.

An diesem Samstag erwartet der FV nun um 15.30 Uhr zum letzten Heimspiel der Saison den FV Eppelborn. Der war bis zum Mittwoch noch der obere Tabellennachbar und ein Konkurrent im Kampf um den Ligaverbleib. Durch einen 3:2-Erfolg im Nachholspiel beim SV Bübingen schafften die Eppelborner aber den vorzeitigen Ligaverbleib. Ob dies ein Vorteil oder ein Nachteil für Siersburg ist, ist schwer abzuschätzen. Zum einen muss Eppelborn nun in Siersburg nicht mehr punkten. Zum anderen hat das Team aber einen Riesen-Lauf und holte satte 19 Zähler aus den letzten sieben Begegnungen.

Während Siersburg am Samstag zu Hause spielt, ist Konkurrent FSV Hemmersdorf zeitgleich beim SC Halberg Brebach zu Gast, der noch einen Zähler benötigt, um die letzten Zweifel am Ligaverbleib zu beseitigen. Vor der Partie gab der FSV bekannt, dass es nach der Runde einen größeren Umbruch geben wird: Gleich sieben Spieler verlassen den Club. Um diese Abgänge zu kompensieren, wurden bislang vier Neuzugänge verpflichtet, dazu möchte der Verein noch Talente aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft einbauen.

Bekanntester Neuzugang ist Christopher Klein vom Ligarivalen SV Mettlach. Er ist der Bruder des künftigen FSV-Spielertrainers Holger Klein . Vom Rheinland-Ligisten SG Schoden-Ockfen-Irsch kommt Steffen Bodem nach Hemmersdorf, der früher mit den Klein-Brüdern beim SV Röchling Völklingen in der Oberliga gespielt hatte. Weiter wurden noch Marco Klein (FV Püttlingen) und Paul Hamann (VfB Gisingen) unter Vertrag genommen.

Als Abgänge stehen Spielertrainer Oliver Hirschauer (Karriere-Ende), Kapitän Kevin Folz (FV Diefflen), Martin Rupp (FSV Saarwellingen), Sebastian Becker (Ziel noch offen), Niclas Basenach (SSV Überherrn) und Tobias Daub (SV Geislautern) fest. Christian Botzet übernimmt das Traineramt bei der zweiten Mannschaft des FSV, die als Absteiger aus der Bezirksliga feststeht.