Landwirtschaft: Roman Kerber macht Bienen glücklich

Landwirtschaft : Roman Kerber macht Bienen glücklich

Der Landwirt und Ortsvorsteher von Fürweiler hat ein großes Herz für summende Honig-Produzenten.

Roman Kerber, der 65-jährige Ortsvorsteher von Fürweiler, ist Landwirt aus Leidenschaft. Der Ackerbau ist sein Leben. Derzeit sind aber zwei Blumenwiesen sein ganzer Stolz. Bevor er Felder brach liegen lässt, verwandelt er sie lieber in eine Blumenwiese.

Genauer gesagt handelt es sich um die beiden rund 40 Hektar großen Felder an der L 356, der Verbindungsstraße zu Hemmersdorf, um sogenannte Bienenbrachen – so der Fachausdruck. Und die sind ein wahres Paradies für Insekten.

Derzeit summt und brummt es von früh bis spät in dieser bunten Blumenwiese. Kein Wunder, finden sich hier doch in vielfältiger Mischung Phacilia, Buchweizen, Ringelblume, Dill, Weißer Senf, Borretsch, Malve, Koriander, Ölrettich, Kornblume und Sonnenblumen. Sie hat Roman Kerber eigens in den Bienenschmaus, so der Name der Saatmischung, hineingemixt, damit das optische Bild noch bunter, noch schöner werden soll.

Bewusst hat sich Roman Kerber für einjährige Pflanzen entschieden, weil ansonsten nach seiner Beobachtung das giftige Jakobskreuzkraut in den Wiesen auftaucht und auch schnell überhandnimmt. Nach dieser Premiere will Roman Kerber nun jedes Jahr solche Bienenbrachen anpflanzen, zumal sich nach seinen Worten der Aufwand in Grenzen hält. Zudem bietet der brusthohe Bewuchs auch Schutz für die heimische Tierwelt, angefangen von Käfern und Raupen bis hin zu Vögeln und Kleinsäugern. Artenreichtum heißt hier auch für Roman Kerber das Zauberwort, der sich freut, mit kleinem Aufwand etwas für den Natur- und Umweltschutz tun zu können. Im Herbst, wenn die letzten Blüten vergangen sind, werden diese Bienenbrachen dann gemulcht und untergepflügt. So erhält der Boden auf natürliche Weise auch noch eine optimale Düngung.

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