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Rehlingen-Siersburg investiert 2020: Fußballplatz, Schulmensa und DRK-Haus

Hier investiert Rehlingen-Siersburg 2020 : Vom Kunstrasenplatz über Schulmensa bis Digitalisierung

Erweiterungen in Schulen und Kitas, viele Sanierungen, ein Fußballplatz, Tablets für den Gemeinderat: Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg kann 2020 kräftig investieren, dank vieler Förderprogramme.

Wie wichtig die Digitalisierung der Schulen ist, zeigt sich gerade verstärkt durch die Corona-Krise. Spätestens seit der erklärten Teilnahme der Gemeinde Rehlingen-Siersburg am bundesweiten Digitalpakt steht fest: Die drei Grundschulstandorte sollen fit gemacht werden für zeitgemäßes, digitales Arbeiten. Entsprechend ist dies der dickste Posten im aktuellen Investitionsplan. Rund 305 000 Euro fließen hier zunächst in Hardware. Digitalisiert werden soll auch die Arbeit des Gemeinderats: Mit einem Ratsinformationssystem, das derzeit getestet wird; nach der Sommerpause sollen alle Räte mit Tablets ausgestattet werden, rund 20 000 Euro kostet die IT-Umstellung.

Mit dem Haushalt hat der Gemeinderat auch das Investitionsprogramm 2019-2023 einstimmig beschlossen. Im Plan stehen rund fünf Millionen Euro. „Wir haben viele Förderprojekte, bei denen wir unsere guten Kontakte nach Saarbrücken nutzen konnten“, erklärt Joshua Pawlak, Erster Beigeordneter der Gemeinde. Vor allem die Projekte, die bereits beantragt sind, müssten nun begonnen werden, „neue sind derzeit unrealistisch“, erklärt Pawlak.

Investiert wird also in mehreren Ortsteilen kräftig: So steht in Gerlfangen die Heizungsanlage für Dorfhaus und Kita auf dem Plan (rund 300 000 Euro), zudem der Sonnenschutz für das Dorfhaus, bei dem sich Vereine und Gemeinde die Kosten von 16 000 Euro hälftig teilen. In Hemmersdorf steht der Bau einer Schulmensa an (725 000 Euro), die Deckensanierung der Schulturnhalle (140 000 Euro) wird fortgesetzt. Die Kita St. Konrad soll erweitert werden, rund 20 000 Euro sind für die Planung eines Anbaus veranschlagt, allerdings warte die Gemeinde noch auf Rückmeldung der Kirche als Eigentümerin. Außerdem wird das Bahnhofsumfeld ökologisch neugestaltet (53 000 Euro), 2021 sollen dann die Gebäude dort in Angriff genommen werden.

Für Hemmersdorf wie für die umliegenden Orte wichtig: Der erste Kunstrasenplatz in der Gemeinde kommt. Der alte Hartplatz in der Lothringer Straße wird ersetzt, vom „langersehnten“ neuen Platz profitiere vor allem die Jugend, auch aus anderen Vereinen, sagt Pawlak. Investiert werden hier rund 600 000 Euro, unterstützt vom Innenministerium und vom Verein.

In Niedaltdorf wartet weiterhin das Naturdenkmal Tropfsteinhöhle auf seine Wiedereröffnung, die kostet rund 350 000 Euro, die Planungskosten der Gemeinde stehen weiterhin bereit. „Die Gemeinde als Pächter kann das alleine nicht finanzieren“, erklärt Pawlak, „wir erhoffen Unterstützung von der Kreistouristik.“ Sanierung und Umbau des Sportplatzes stehen außerdem in diesem Ortsteil an, außerdem erhält der „noch recht junge Löschbezirk“ der Feuerwehr ein neues Fahrzeug, dafür stehen 350 000 Euro bereit, die Lieferzeit beträgt etwa 18 Monate.

In Oberesch wird das Wander- und Spazierwegekonzept weiterfinanziert, mit 50 000 Euro über mehrere Jahre.

Die Erweiterung der FGTS in Rehlingen sowie der Kita St. Nikolaus sind weitere dicke Posten im Investitionsplan: Beides wird im Rahmen des Kommunalinvestitionsgesetzes II großzügig bezuschusst; der Gemeinde bleiben im Falle des Horts Kosten von 325 000 Euro bei einer Gesamtsamme von rund 965 000 Euro. Im AWO-Kindergarten wird ein neues Außenspielgerät angeschafft, die Kosten von rund 25 000 Euro unterstützt der Förderverein mit 8000 Euro.

In Siersburg steht die Sanierung des alten DRK-Gebäudes an (87 000 Euro), in der Schulturnhalle werden die Duschen erneuert (140 000 Euro), die Erweiterung der Kita St. Martin kostet in diesem Jahr rund 300 000 Euro. Die Dachsanierung der Niedtalhalle geht weiter (230 000 Euro), außerdem wird auf der Dorfwiese Itzbach ein inklusiver Erlebnisplatz geplant (150 000 Euro).

Weitere 40 000 Euro sind für barrierefreie Projekte in der ganzen Gemeinde eingestellt. Rund 94 000 Euro fließen in das Friedhofswesen, etwa in den Rosengarten Fürweiler und das Naturgrabfeld Siersburg. Der Umbau der Grünschnittanlage kostet weitere 30 000 Euro, er soll im Mai fertiggestellt werden.

„Wir hoffen, wir bekommen schnell eine Genehmigung von der Kommunalaufsicht, damit wir die vielen Projekte in Angriff nehmen und die Vergaben vornehmen können. Je früher dies passiert, desto schneller können wir agieren und unseren Fahrplan einhalten“, ergänzt Pawlak.