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Funklöcher melden
Rehlingen-Siersburg begrüßt Erhebung zu Mobilfunklöchern

Rehlingen-Siersburg. Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg begrüßt die Initiative der Staatskanzlei beim Thema Mobilfunk; demnach sollen Bürger Mobilfunklöcher melden (die SZ berichtete).

Rehlingen-Siersburg habe mit Mobilfunklöchern große Probleme, teilt die Gemeinde mit, durch die ländliche Prägung und die Nähe zur französischen Grenze. Insbesondere der Nordgau und im Niedtal gebe es Versorgungslücken. Im Zeitalter der Digitalisierung sei dies „ein Unding“, meint der Beigeordnete Joshua Pawlak.


Oft passiere es im Grenzbereich, dass Notrufe abgesetzt werden können, aber sich die Nutzer im französischen Netz befinden. Diese landen dann nicht in der Rettungsleitstelle in Saarbrücken, sondern in Metz. Dies führe zu Problemen, und wichtige Zeit ginge verloren, erklärt Pawlak.

Ein flächendeckender Ausbau des Mobilfunknetzes müsse durch die Landes- und Bundespolitik gezielt und organisiert vorangetrieben werden, fordert er. „Wir haben als Gemeindeverwaltung seit Dezember 2017 nochmals den Kontakt zu den drei Mobilfunkanbietern gesucht und Gespräche geführt. Dabei haben wir Vorschläge für mögliche Mobilfunkmasten auf gemeindeeigenen Flächen angeboten! Leider scheitert es immer wieder an der Wirtschaftlichkeit bei den Mobilfunkanbietern“, berichtet der Beigeordnete.



Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen dürfe die Gemeinde nicht selbst eingreifen.

Die Erfassung der Funklöcher sei ein richtiger Schritt. „Wichtig ist, dass viele Bürger jetzt die Funklöcher melden, damit der wirkliche Bedarf erfasst wird und weitere Schritte eingeleitet werden können“, betont Joshua Pawlak.