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Amtseinführung
Ralf Collmann übernimmt im Rathaus

Mit Ernennungsurkunde: Rehlingen-Siersburgs neuer Bürgermeister Ralf Collmann (links) und der erste Beigeordnete Norbert Bettinger
Mit Ernennungsurkunde: Rehlingen-Siersburgs neuer Bürgermeister Ralf Collmann (links) und der erste Beigeordnete Norbert Bettinger FOTO: Johannes A. Bodwing
Rehlingen-Siersburg. Vor zahlreichen Gästen ist der neue Bürgermeister für Rehlingen-Siersburg am Dienstag vereidigt worden. Von Johannes Bodwing

Hunderte von Händen schüttelte Ralf Collmann, 56, am Dienstagabend in der Kulturhalle Rehlingen. Frisch ernannt und vereidigt als neuer Bürgermeister der Gemeinde Rehlingen-Siersburg. Seine Amtszeit geht vom 1. November 2018 bis 30. September 2024. „Zuerst muss ich mal in das normale Tagesgeschäft einsteigen“, sagte Bürgermeister Collmann. Dabei gehe es um die laufenden Geschäfte und Projekte. „Und dann peu à peu Ideen einbringen.“ Er setze auf die bewährte Mitarbeit der Verwaltung, auch auf die drei Beigeordneten. „Ich bin froh, dass sie dabei sind, und bin sicher, dass sie mir eine große Hilfe sind.“


An die 300 Gäste waren in die Kulturhalle gekommen. Darunter Vertreter von Politik, Verwaltungen, Landkreis und Land, Hilfsdiensten und Kirche sowie benachbarten französischen Kommunen. Den energiegeladenen musikalischen Rahmen bildete „Almenrausch“ unter Dirigent Yannick Erel. Der erste Beigeordnete, Norbert Bettinger, führte durch den Abend. Der frühere und erkrankte Bürgermeister Martin Silvanus schicke seine Grüße aus einer Spezialklinik.

Sozialministerin Monika Bachmann sagte: „Ich glaube, dass Sie das gut machen werden.“ Aus seinen Erfahrungen als Bürgermeister sagte Landrat Patrik Lauer: „Trotz einer 60 bis 70 Stundenwoche ist das Amt des Bürgermeisters das schönste überhaupt.“ Maire Denis Paysant aus Bouzonville hob die große Verbundenheit und Freundschaft beider Kommunen hervor. Im nächsten Jahr stehe 40 Jahre Partnerschaft an, und er hoffe, „dass wir unsere Partnerschaft verstärken können“. Siersburgs Ortsvorsteher Reinhold Jost wünschte Collmann „ein ausgeglichenes Wesen, dickes Fell und starke Nerven“. Denn es gebe „nichts, wofür ein Ortsvorsteher oder Bürgermeister nicht verantwortlich ist“. Doch von allen in Gemeinde und Gremien bekomme Collmann „die ausgestreckte Hand“ angeboten.



„Auf ein gutes Miteinander“ freute sich Barbara Beckmann-Roh, Geschäftsführerin des saarländischen Städte- und Gemeindetages. Sie sagte Unterstützung zu, und mit Anregungen und Ideen könne er jederzeit auf sie zukommen. Für Collmann ergebe sich nun eine andere Perspektive, stellte der Personalratsvorsitzende Reiner Serwe dar. „Aus Kolleginnen und Kollegen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Es gelte zwar, die Verwaltung effizienter zu gestalten und zu optimieren, aber „gleichzeitig Bürgernähe und Teilnahme ausbauen“.

„Ich bin nicht nur der Rehlinger“, betonte Collmann. Er wolle die gesamte Gemeinde und ihre zehn Orte stärken und ihnen mehr Verantwortung übertragen. „Ich will die Bürgerinnen und Bürger stärker mit einbeziehen.“ Als Motivation dienten Beispieldörfer wie Oberesch, Landessieger bei „Unser Dorf hat Zukunft“. „Wenn die das als kleines Dorf schaffen, können andere das auch. „Jeder ist wichtig“, machte Ralf Collmann deutlich, „jeder wird gebraucht.“