Fußball-Verbandsliga: Puff lässt Rehlingens Titelträume platzen

Fußball-Verbandsliga : Puff lässt Rehlingens Titelträume platzen

SG verliert Endspiel um die Verbandsliga-Meisterschaft gegen Rastpfuhl mit 1:3. Saarlandliga-Aufstieg ist aber immer noch möglich.

Abgekämpft schleichen die Spieler der SG Rehlingen-Fremersdorf nach der Hitzeschlacht zu den Zuschauerrängen. Dort werden sie am Sonntag vom Anhang im heimischen Bungertstadion begeistert empfangen. Wie Sieger feiern die Rehlinger Fans ihre Akteure. Doch ein Blick in die enttäuschten Gesichter der Spieler verrät, dass hier nicht der neuen Meister der Fußball-Verbandsliga steht.

Wenige Meter daneben feiert mit dem FC Rastpfuhl der wirkliche Sieger. Nach dem 3:1 (1:1)-Sieg im Herzschlagfinale bejubeln die Gäste den Titelgewinn und den Saarlandliga-Aufstieg. Drei Jahre nach dem Abstieg aus der Verbandsliga verlassen die Saarbrücker diese nun erneut – aber diesmal nach oben. Mittendrin im kollektiven Jubel derjenige, dessen Name untrennbar mit dem Aufschwung verbunden ist: Christian Puff. Der 31-Jährige wurde im Februar 2015 FCR-Spielertrainer – auf einem Tiefpunkt. Danach leitete er den Umbruch ein. Und den Umschwung.

Im „Endspiel“ um den Titel gerieten Innenverteidiger Mehmedovic und die FCR-Defensive phasenweise allerdings gehörig ins Schwitzen – doch im Vergleich zur Heimelf waren die Gäste vor gut 700 Zuschauern vor dem Tor viel kaltschnäuziger. Sebastian Kiefer hatte Rehlingen per Kopf noch mit 1:0 in Führung gebracht (28.), doch nur zwei Minuten später verwertete Puff ein klasse Zuspiel von Onur Cetin im Strafraum eiskalt zum 1:1.

„Wenn wir die Führung länger hätten halten können . . .“, haderte Kiefer, dessen Geschichte des Spiels wunderbar zu einer Rehlinger Meisterschaft gepasst hätte. Der 33-Jährige, der bis zur Vorsaison drei Jahre Spielertrainer war, wurde nach 25 Minuten für seinen verletzten Nachfolger Michael Burger eingewechselt – nur Sekunden später versetzte er die SF-Fans nach einem Freistoß von Markus Fröhlich in Ekstase. „Die Führung hat uns eigentlich in die Karten gespielt, denn wir haben schon oft gezeigt, dass wir einen Vorsprung behaupten können. Jetzt ist die Enttäuschung riesig“, sagte Kiefer.

„Wir haben uns im entscheidenden Moment einfach nicht mit dem Tor belohnt“, nannte Jannik Spath das Kind beim Namen. Der SF-Kapitän leitete den ersten von vier Rehlinger Hochkarätern in Hälfte zwei selbst ein, doch keine Chance konnte genutzt werden. Und das rächte sich. Beim 2:1 der Gäste war wieder Puff entscheidend beteiligt: Cetins Zuspiel leitete er präzise weiter in die Mitte, wo Florin Vardea sich die Chance nicht entgehen ließ (69.). Der Rumäne war gerade eingewechselt worden, später ließ er Rehlingens Titelträume mit dem 3:1 (82.) endgültig platzen.

Der Saarlandliga-Traum lebt allerdings dennoch weiter: Am Freitag wartet auf die Elf von Trainer Oliver Hirschauer die zweite Chance, wenn statt der geplanten Mallorca-Reise um 19 Uhr in Großrosseln das Aufstiegsspiel der Verbandsliga-Vizemeister gegen den SV Bliesmengen-Bolchen ansteht. „Ich glaube nicht, dass uns die Niederlage dann noch belastet. Für uns war das heute ein Höhepunkt, der viel Spaß gemacht hat. Rastpfuhl war Favorit. Wir konnten befreit aufspielen, jetzt gehen wir fokussiert ins nächste Spiel“, kündigte Spath an.