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Preis für Sonderzug ist „inakzeptabel“

Siersburg. Der CDU-Landtagsabgeordnete Günther Heinrich aus Rehlingen-Siersburg nennt den Fahrpreis von 24 Euro (mit dem Saarland-/Rheinland-Pfalz-Ticket der Bahn) für den Sonderzug zum Karfreitagsmarkt in Bouzonville "schlichtweg inakzeptabel" (die SZ berichtete). Deutliche Preissteigerung Nicole Bastong

Der CDU-Landtagsabgeordnete Günther Heinrich aus Rehlingen-Siersburg nennt den Fahrpreis von 24 Euro (mit dem Saarland-/Rheinland-Pfalz-Ticket der Bahn) für den Sonderzug zum Karfreitagsmarkt in Bouzonville "schlichtweg inakzeptabel" (die SZ berichtete).

Deutliche Preissteigerung



"Mit dieser Preisgestaltung will man abkassieren oder einfach die öffentliche Resonanz für diese Strecke eliminieren und sich damit von dem Betrieb der Bahnlinie verabschieden", teilt Günther Heinrich mit. "Die Züge waren vormals an Karfreitag bei einem Ticketpreis von sechs Euro gefüllt wie eine Sardinenbüchse und der Ticketpreis sicherlich auskömmlich für die Bahnbetreiber."

Das Argument, dass sich der Ticketpreis auf acht Euro pro Person reduziere, wenn man als Fünfergruppe reise, lässt er nicht gelten: "Die Kundenakquise wird hier auf den Kopf gestellt. Wir leben hier in der Großregion. Dazu gehört auch ein attraktiver grenzüberschreitender Nahverkehr zu auskömmlichen sozialen Preisen." Rehlingen-Siersburgs Bürgermeister Martin Silvanus legt indes Wert auf die Feststellung, dass die Festsetzung und die Gestaltung des Fahrpreises für die Sonderzüge an Karfreitag nach Bouzonville allein der Deutschen Bahn obliegt.

Kein Einfluss der Kommunen

Die beiden beteiligten Kommunen hätten keinen Einfluss darauf. "Im Übrigen lohnt auch ein Preis von acht Euro pro Person auf jeden Fall die Bahnfahrt und einen Besuch in Bouzonville", meint Martin Silvanus .