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Papier-Modell zeigt die alte Ansicht der Burg

Papier-Modell zeigt die alte Ansicht der Burg

Felsberg. Um sie ranken sich so manche Legenden, eine beschreibt, wie die Teufelsburg in Felsberg zu ihrem Namen kam. Der Überlieferung nach war es ein Duell zwischen zwei Brüdern, den Burgherren von Siersburg und Felsberg, beide kämpften um das Herz einer Frau, Alice von Forbach

Felsberg. Um sie ranken sich so manche Legenden, eine beschreibt, wie die Teufelsburg in Felsberg zu ihrem Namen kam. Der Überlieferung nach war es ein Duell zwischen zwei Brüdern, den Burgherren von Siersburg und Felsberg, beide kämpften um das Herz einer Frau, Alice von Forbach. "Vermeldet Graf Siersburg des Felsbergers Kunde, ich, sein Bruder, ruf den Teufel zu Bunde!" soll es nach Oskar Reinhold Beyer geheißen haben. Der Burgherr von Felsberg gewann das Duell.Heute sind von der Spornburg in Felsberg, erbaut im 13. Jahrhundert, lediglich noch Teile der Hauptburg zu sehen. Eine Spornburg besteht aus einer Vor- und Hauptburg. Lediglich einen Turmansatz der Vorburg hat man bisher gefunden. Wie die Teufelsburg ausgesehen haben könnte, baute Rudolf Zenner, Vorstandsmitglied der Fördergemeinschaft Teufelsburg, nach, aus Papier, im Maßstab 1:100.

"Bemerkenswert ist der Umstand, dass zur Burg keine historischen Ansichten zu existieren scheinen", erklärt Zenner, wenn er Besucher durch die Burg führt. Eine Beschreibung der Burg aus dem frühen 17. Jahrhundert gab den Heimatforschern, die sich um die Geschichte der Burg bemühen, vage Einblicke. Seit 1968, als die ersten Ausgrabungen rund um die Hauptburg stattfanden, kamen auch immer wieder Forscher nach Felsberg, die die Burg erkundeten und zu neuen Erkenntnissen kamen.

Für den Nachbau der Teufelsburg lehnte Zenner sich zunächst an einen Plan von Bernd Arwed Riter aus dem Jahr 1970 an, ließ außerdem die neusten Erkenntnisse über die Burg, vor allem der Vorburg, mit einfließen. Aus 1200 Bögen DIN-A-4-Papier, jeweils 120 Gramm schwer, baute er in 1200 Arbeitsstunden die Burg nach, verbrauchte 20 Flaschen Kleber. Zu sehen ist das über zwei Meter lange Modell am Sonntag, 17. April, wenn auf der Teufelsburg die Fahnen gehisst werden.

Los geht es um 13.30 Uhr mit einem Empfang durch die Fördergemeinschaft. Um 14 Uhr sollen die Fahnen gehisst werden, es ist der Start in die Saison. Gegen 15 Uhr will Zenner sein Burgmodell präsentieren. Danach haben die Templer und Ritterschaft das Sagen auf der Burg, zeigen Schaukämpfe, unterhalten die Kinder. Ein Höhepunkt ist die Feuershow saarländischer Feuerakrobaten, geplant gegen 16 Uhr.