Orgelsommer 2019 im Kreis Saarlouis versammelt illustre Organisten

Musik : Windsors früherer Hoforganist in Lebach

Der Orgelsommer 2019 im Kreis Saarlouis versammelt illustre Organisten und garantiert Hörgenuss.

Es bleibt ein kleines lokales Wunder, was nun zum vierten Mal alles zusammenkommt an Qualität und Quantität unter dem Titel Orgelsommer. Sechs Orgelkonzerte, dank Unterstützung durch Landrat Patrik Lauer und Spenden ohne Eintrittsgeld für das Publikum. Pfarrgemeinden und Fördervereine vor Ort, die das Netz mitknüpfen, evangelisch wie katholisch ohne jedes Aufhebens gemeinsam. Sechs verschiedene Orgeln im Kreis Saarlouis, die so gut sind, dass man europäische Spitzen-Organisten einladen kann, sie zu spielen. Erstmals dabei die frisch renovierte Orgel in St. Martin in Siersburg und die Link-Orgel in Fraulautern.

Dann ist da die Qualität der Organisten: Die Kathedralorganisten und Konzertvirtuosen reisen dieses Jahr aus England, Holland und Frankreich an.

Den Anfang des Festivals machen zwei Engländer. In ihrer Heimat

haben sie den Gipfel einer Karriere als Kirchenmusiker und Konzertorganisten erreicht: Matthew Jorysz

wurde mit nur 25 Jahren zum Assistent Music Director der weltberühmten Westminster Abbey in London gekürt, und Timothy Byram‐Wigfield war über zehn Jahre sozusagen der offizielle Hoforganist der Royal Family, oder besser Music Director of St George’s Chapel Windsor Castle.

 Im dritten Konzert wird ein holländischer Virtuose zum Orgelsommer anreisen: Prof. Jos van der Kooy ist Titular einer der berühmtesten Barockorgeln überhaupt: Sie steht in der Sint Bavo Kerk in Haarlem. Im

vierten Konzert sitzt im frühen neugotischen Kirchenbau in Wallerfangen Prof. Pascale Rouet am Orgeltisch. „Eine der echt starken Frauen und faszinierendsten Kenner und

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Interpreten für die zeitgenössische Musik. Ihr haben etliche Komponisten unserer Zeit persönlich Werke gewidmet“, sagt Joachim Fontaine, der hinter dem Orgelsommer steht und über die nötigen internationalen Kontakte verfügt.

Auch die Künstler der beiden letzten Konzerte kommen aus Frankreich: Prof. Johan Vexo unterrichtet an der Hochschule in Strasbourg, ist zudem Titular der Cavaillé‐Coll‐Orgel an der Kathedrale von Nancy, zugleich aber auch der Chororganist der Kathedrale von Notre‐Dame in Paris. Das Finale gestaltet „mit einem übrigens hochvirtuosen Programm“, verspricht Fontaine, Vincent Dubois, der Titular der Großen Orgel von Notre‐Dame de Paris.

 Festivaleröffnung ist am Sonntag, 18. August, 17 Uhr, in Heilig Sakrament (Saardom) Dillingen: Matthew Jorysz von der Westminster Abbey London spielt Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, Herbert Howells, Maurice Duruflé und Edward Elgar.

 Konzert zwei: am Sonntag, 25. August, 17 Uhr, Heilige Dreifaltigkeit und Sankt Marien Lebach. Es spielt

Timothy Byram-Wigfield von der Chapel Royal in Windsor Castle. Auf dem Programm unter anderem Alexandre Guilmant, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Frank Bridge, Alfred Hollins, Aaron Copland, Sir William Walton und Charles Marie Widor.

Zum Konzert Nummer drei kommt am Sonntag 1. September, 17 Uhr, Prof. Jos van der Kooy aus der Sint Bavo Kerk Haarlem in die Kirche Heilig Dreifaltigkeit in Fraulautern. Er spielt unter anderem Charles Marie Widor, John Ireland, Samuel Wesley, Johann Sebastian Bach,

Piet Kee, Jules Grison.

In Sankt Katharina in Wallerfangen ist Konzert vier zu hören: Sonntag 8. September, 17 Uhr. Prof. Pascale Rouet aus Charleville-Mézières/Paris mit Werken unter anderem von Christophe Marchand, Jehan Alain, Robert Schumann, Louis Marchand, Dietrich Buxtehude, Rikako Watanabe, Jean Pierre Leguay und Béla Bartók.

Das fünfte Konzert: Sonntag, 15. September, 17 Uhr, Sankt Martin Siersburg-Itzbach, mit Prof. Johan Vexo, Nancy/Strasbourg/Paris, Notre-Dame, er spielt Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Alexandre-Pierre-François Boëly, César Franck, Louis Vierne.

An der Orgel im Saardom in Dillingen eröffnet Matthew Jorysz aus der Westminster Abbey den Orgelsommer. Foto: Richard Menzel

Konzert sechs ist das Finale, am Sonntag, 22. September, 17 Uhr, in der Evangelischen Kirche in Saarlouis. Vincent Dubois von Notre-Dame de Paris. Zum Abschluss gibt es dann noch einmal Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Dazu Sergej Rachmaninoff und Franz Liszt.

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