Neubau-Projekt soll Wohnraum schaffen

Bezahlbarer Wohnraum in den Gemeinden wird knapp. Nicht nur die steigende Zahl von Flüchtlingen, auch andere Mieter suchen preiswerte Wohnungen in guter Lage. Rehlingen-Siersburg will dem mit einem Neubau-Projekt begegnen.

Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg verfolgt weiter ihre Pläne, in der Ortsmitte von Siersburg eine neue Wohneinheit vorrangig für Flüchtlinge zu bauen. Gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Saar soll in der Siersburger Burgstraße ein Komplex aus mehreren Häusern mit jeweils sechs bis acht Wohnungen gebaut werden (die SZ berichtete). Bereits im Januar hatte Bürgermeister Martin Silvanus Gespräche über ein solches Projekt, das Modellcharakter auch für andere Gemeinden im Saarland haben könnte, bestätigt.

Die jeweils etwa 50 Quadratmeter großen Wohnungen sollen zunächst zur Unterbringung der steigenden Zahl von Flüchtlingen genutzt werden, langfristig jedoch auch an andere Mieter vergeben werden. Denn es werde, nicht nur in seiner Gemeinde, generell dringend "preiswerter und bezahlbarer Wohnraum" in zentraler Lage gebraucht, betonte Silvanus. Die Gemeinde hatte sich Ende 2014 mit ihrer Idee an die LEG gewandt. Die Pläne für den Neubau sind fertig, auch ein Bauvorbescheid der Unteren Bauaufsicht (UBA) liegt inzwischen vor. Eine Baugenehmigung steht allerdings noch aus; Silvanus rechnet mit dieser nicht vor Ende des Jahres. Einen Baubeginn hält der Verwaltungschef im Frühjahr 2016 für denkbar.

Die LEG übernimmt bei dem Bauprojekt eine geschäftsbesorgende Rolle, baut also, quasi als Dienstleister, in ihrem Namen, Bauherr und Eigentümer bleibt dabei aber die Gemeinde.

Im zuständigen Ausschuss des Gemeinderates hatte Silvanus von dem geplanten Projekt berichtet, dabei sei er "auf breite Zustimmung" gestoßen; der Rat selbst hat noch nicht entschieden. Dankbar äußert sich Rehlingen-Siersburgs Bürgermeister Martin Silvanus für die Angebote von Miet-Wohnraum für Flüchtlinge aus den nahöstlichen Kriegs- und Krisengebieten. Er appelliert, auch in den kommenden Wochen und Monaten freien Wohnraum der zuständigen Dienststelle im Rathaus zu benennen. "Jedes Wohnungsangebot, das überhaupt in Betracht kommt, wird vorgemerkt und kann vielleicht bei einer nächsten Unterbringung helfen", erklärt er.

Weiterhin bittet Silvanus um ehrenamtliche Unterstützung bei der Herrichtung und Einrichtung von Wohnungen , das heiße vornehmlich tatkräftige und "vielleicht auch handwerklich nicht ganz ungeschickte Mitwirkung beim Transport und Aufbau von Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen".

Die Helfer würden in der Regel Mitarbeiter des Bauhofes stundenweise im Laufe eines Werktages begleiten. Eine einführende Besprechung gibt es am morgigen Donnerstag, 24. September, um 16 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses im Erdgeschoss.

Meldungen zu freiem Wohnraum sind möglich per E-Mail an: s.franken@rehlingen-

siersburg.de oder unter Telefon (0 68 35) 50 82 08.