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Mobile Tafel wird auch in Zukunft in Rehlingen-Siersburg Hilfe leisten

Mobile Tafel wird auch in Zukunft in Rehlingen-Siersburg Hilfe leisten

Die „Mobile Tafel“ in Rehlingen-Siersburg ist kein Luxusprojekt. Sie unterstützt bedürftige Menschen in prekären Lebenssituationen mit Lebensmittelpaketen. Die „Mobile Tafel“ werde deshalb fortgesetzt und ausgeweitet, erklärte Bürgermeister Martin Silvanus.

"Die mobile Tafel werden wir fortführen", sagte Martin Silvanus, Bürgermeister der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, gegenüber der Saarbrücker Zeitung. "Mindestens viermal im Jahr." Für Weihnachten 2012 waren erstmals ehrenamtlich tätige Einwohner in der Gemeinde unterwegs, um Bedürftige mit Lebensmittelpaketen zu unterstützen. Vor den Ostertagen 2013 fand eine Aktion der "Mobilen Tafel" statt. Etwa 20 Einzelpersonen und Haushalte seien es derzeit, denen man damit helfe, hieß es bei Vorbereitungen im Sitzungssaal des Rathauses (wir berichteten). Ein Stamm von etwa 30 Ehrenamtlichen beteilige sich an der Hilfsaktion in Rehlingen-Siersburg. Dabei werde zu Personen gefahren, die sonst vielleicht nicht zu den Tafeln in Dillingen und Merzig wollten, hieß es. Oder sie schafften den Weg dorthin aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr.

Eine dauerhafte stationäre Tafel ist vorerst in Rehlingen-Siersburg nicht realisierbar. Denn für frische Lebensmittel bräuchte es eine durchgehende Kühlkette, für die anfallenden Mengen wäre eine entsprechende Lagerung erforderlich. Beides ist derzeit nicht vorhanden und auch nicht zu betreiben.

"Wir wollen uns da nicht gleich reinstürzen", sagte Silvanus. Deshalb gehe man lieber behutsam vor. Beispielsweise sei überlegt, an einem Nachmittag im Siersburger Pfarrhaus die Tafel auch mal stationär durchzuführen. Dort könnten gespendete Lebensmittel von bedürftigen Personen abgeholt werden. Nach 18 Uhr würde man noch verbliebene Spenden zu infrage kommenden Haushalten bringen. Dieses Vorhaben beruhe mit auf Erfahrungen aus der Osteraktion.

Denn da hätten sich mehr Menschen als zuvor getraut, Lebensmittel gleich im Rathaus abzuholen. Eine weitere Überlegung sei es, vielleicht mit Tafeln wie in Dillingen zu kooperieren. "Wir wollen außerdem Schulen und Kindergärten gewinnen, dass sie bei Aktionen Patenschaften übernehmen", führte Silvanus weiter aus. Das bedeute zum Beispiel bei Eltern und Verwandten Lebensmittel zu sammeln oder Handzettel zu verteilen.

Nach der gelungenen Osteraktion ist der nächste Einsatz der "Mobilen Tafel" Ende Juni vorgesehen. Dann noch mal im Herbst und an Weihnachten. Dafür können Lebensmittelspenden im Rathaus abgegeben werden. Möglich sind auch Geldspenden für Lebensmittelkäufe.